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Aus der Stadt Die letzten Patienten kehren nach Hause zurück
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Jugendcamp Grömitz: Die letzten Patienten kehren nach Hannover zurück

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17:04 20.09.2019
Am Mittwoch hatten plötzlich 50 Jugendliche und zwei Erwachsene über heftigen Brechdurchfall geklagt. Die letzten Patienten aus Grömitz konnten am Freitagmittag zurück nach Hannover fahren. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Hannover/Grömitz

Die letzten sieben noch in Grömitz verbliebenen Patienten sind am Freitag nach Hause zurückgekehrt. Das hat eine Sprecherin des Kreises Ostholstein am frühen Nachmittag mitgeteilt. Dabei handelte es sich um sechs Kinder und einen Begleiter. Der Erwachsene war allerdings nicht erkrankt, er war die Nacht über als Aufpasser in Grömitz geblieben. Am Mittwoch hatten plötzlich 50 Jugendliche und zwei Erwachsene über Brechdurchfall geklagt und mussten behandelt werden – die meisten von ihnen aus Hannover.

Mehr als 100 Rettungskräfte im Einsatz

Schüler mehrerer Klassen der IGS Roderbruch in Hannover sind in Grömitz auf einem Campingplatz erkrankt.

Der Rettungsdienst des Kreises Ostholstein hatte einen Großeinsatz auslösen müssen, mehr als 100 Helfer in Schutzanzügen kümmerten sich die ganze Nacht über um die kranken Kinder und Jugendlichen im Zeltlager an der Ostsee. Nahezu alle Betroffenen stammten aus drei achten Klassen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Roderbruch, die an der Küste eine einwöchige Klassenfreizeit verbringen wollten. Betroffen waren auch Schüler aus dem hessischen Fulda, eine Klasse aus dem Vogtland (Sachsen) blieb dagegen gänzlich verschont.

Am Ende mussten die Helfer in einer mobilen Krankenklinik samt Quarantänestation 50 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf und 17 Jahren behandeln, dazu zwei erwachsene Begleiter. Die Eltern der betroffenen Schüler wurden noch am Mittwochabend informiert, viele machten sich daraufhin von Hannover aus auf den Weg nach Grömitz. Erst am Donnerstagvormittag entspannte sich die Lage vor Ort insofern, als dass die Erziehungsberechtigten zu ihren Kindern gelassen werden konnten. Die meisten Familien durften im Tagesverlauf nach Hannover zurückkehren.

Ursache für Beschwerden noch immer unklar

In einem Zeltlager in Grömitz in Schleswig-Holstein sind Kinder aus der Region Hannover und zwei Betreuer erkrankt.

Lediglich die sechs verbliebenen Jugendlichen mussten noch bis Freitagmorgen behandelt werden. Was letztlich aber dazu führte, dass 52 Menschen gleichzeitig über Brechdurchfall klagten, ist weiter offen. Denkbar sind unter anderem eine Infektion mit dem Norovirus oder eine Lebensmittelvergiftung. Nach Angaben der Kreissprecherin hatten Experten mit Laborausrüstung Proben genommen, diese sollen nun analysiert werden. Mit einem Ergebnis sei aber nicht vor Montag zu rechnen.

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Von Peer Hellerling

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