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Aus der Stadt SPD will armen Kindern besser helfen
Hannover Aus der Stadt

Jugendhilfeausschuss Hannover: SPD will armen Familien in Hannover besser helfen

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08:03 23.11.2019
Jedes vierte Kind in Hannover ist arm. Die SPD will dies bekämpfen. Quelle: Jens Kaelene / dpa
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Hannover

Mehr als ein Viertel der Kinder in Hannover wächst in Familien auf, die staatliche Unterstützung bekommen. Konkret sind es mehr als 27 Prozent: „Das kann nicht sein“, sagt Christopher Finck, jugendpolitischer Sprecher der SPD, „das müssen wir bekämpfen.“ Dies sei eines der Hauptziele für die SPD in den nächsten zwei Jahren. In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt am Montag will die SPD deshalb eine Anhörung zum Thema Kinderarmut beantragen. Sie soll dann im Frühjahr 2020 stattfinden.

Helfen könne möglicherweise ein Runder Tisch oder ein Beirat nach Braunschweiger Vorbild, regt Finck an. Zu der Anhörung, die gemeinsam mit dem Sozial- und dem Bildungsausschuss stattfinden soll, sollen deshalb unter anderem Vertreter der Stadt Braunschweig und der Landesarmutskonferenz eingeladen werden.

Die Stadt soll nach Meinung der SPD Familien, die berechtigt seien, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu bekommen, stärker dabei unterstützen, dieses auch in Anspruch zu nehmen. Wie SPD-Finanzpolitiker Jens Menge sagt, nehmen nur rund die Hälfte der Anspruchsberechtigten tatsächlich die Leistungen auch wahr, dies soll auf 75 Prozent steigen. Arme Kinder sollten nicht nur in Ganztagsschulen, sondern auch in Horten umsonst Mittagessen dürfen, fordert Finck, bislang müssen die Eltern dafür einen Euro zahlen.

„Mehr Kitas in Ahlem, Misburg und Ricklingen bauen“

Um die Bildungschancen von Kindern aus ärmeren Stadtteilen zu erhöhen, müssten dort dringend mehr Krippen- und Kindergartenplätzen angeboten werden, fordert Finck. In Bezirken wie Anderten-Misburg, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt und Ricklingen liegt die Quote deutlich unter dem städtischen Durchschnitt von 58,5 Prozent für Krippen und 96,5 Prozent im Kindergarten. In Ricklingen besuchen nur rund 40 Prozent der unter Dreijährigen eine Krippe, in Ahlem-Badenstedt-Davenstedt 43 sowie 45 Prozent in Kirchrode-Wülferode-Bemerode und Misburg. Langfristig müsste das Ziel sein, stadtweit auf eine Quote von 65 Prozent zu kommen, sagt Finck. Nun gelte es aber erstmal, in den schlecht versorgten Stadtteilen zu dem Mittelwert aufzuschließen.

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