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Aus der Stadt Unterschriftenaktion gegen Grundschulstandort
Hannover Aus der Stadt Unterschriftenaktion gegen Grundschulstandort
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00:16 26.11.2018
Anwohner wollen den Spielplatz gegenüber dem Vinzenzkrankenhaus nicht für den Bau einer Grundschule opfern.   Quelle: Foto: Katrin Kutter
Kirchrode

Die Debatte um den Standort für eine neue Grundschule geht weiter. Einwohner haben jetzt 1300 Unterschriften gesammelt, um ihrem Standortwunsch Nachdruck zu verleihen. Sie möchten nicht, dass die Schule auf dem Gelände an der Ecke von Vincentspielplatz und Lange-Feld-Straße gebaut wird und stellen sich damit gegen den Plan des Bezirksrats Kirchrode-Bemerode-Wülferode. Dieser hatte die Stadtverwaltung gebeten, die Eignung des Spielplatzes als Standort zu prüfen.

„Wir wünschen uns für die Kinder im Stadtbezirk, dass ihnen der Spielplatz als Freiraum zum Spielen und Toben bleibt – dafür gibt es sonst nur wenige Plätze in der Stadt“, sagt Sabine Wedekind, Initiatorin der Unterschriftensammlung. Schon in der Septembersitzung des Bezirksrates hatte sie gemeinsam mit zwei weiteren Anwohnern um Informationen zum Stand der Prüfung des Standortes gebeten. „Wir haben allerdings nur die Auskunft erhalten, es gebe noch keine abschließende Entscheidung der Stadtverwaltung zur Eignung des Standortes“, sagt Wedekind. Deshalb startete die 60-Jährige schließlich mit zwei weiteren Anwohnern die Unterschriftensammlung für den Erhalt des Spielplatzes.

In der jüngsten Bezirksratssitzung überreichte sie die Liste Bezirksbürgermeister Bernd Rödel. Dieser beruhigte und warb bei den Einwohnern um Verständnis: „Es ist noch nichts beschlossen, wir planen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg.“ Für den Bezirksrat sei es eine große Herausforderung, einen geeigneten Standort für die Grundschule zu finden. Es gebe nur wenige Grundstücke, die der Stadt gehörten – der Vincentspielplatz sei eines davon.

Norman Ranke, FDP-Fraktionschef im Bezirksrat, begrüßte die klare Positionierung der Anwohner. Es sei nicht so, dass man „ohne Not den Spielplatz wegreißen“ wolle. Der Grundschulstandort solle vor allem einen kurzen Schulweg für die Kinder garantieren. Das Argument der kurzen Wege bezeichneten die Gegner des Standortes Vincentspielplatz als absurd. „500 Meter weiter befindet sich die Wasserkampschule“, sagte Anwohnerin Petra Kramme, die ebenfalls Unterschriften für den Erhalt des Spielplatzes gesammelt hat.

Auch Hannovers Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski überzeugt der Vincentspielplatz als Standort für eine Grundschule offenbar nicht. Nach einer Prüfung teilte sie dem Bezirksrat in einem Schreiben mit, dass dieser „aus schulplanerischer Sicht nicht zu befürworten ist.“ Bezirksbürgermeister Rödel weist dennoch darauf hin, dass niemand aus dem Bezirksrat sagen könne, ob der Spielplatz einmal bebaut wird.

„Wir werden noch einige Standorte auf ihre Eignung prüfen lassen“, kündigte Rödel an. Anfang nächsten Jahres werde es eine konkretere Planung geben. Zumindest über das Ziel der Standortdebatte scheint ein Konsens gefunden zu sein. „Durch die Unterschriftenaktion wollen wir anregen, dass politisch die nachhaltig beste Lösung gefunden wird“, sagt Kramme. Dem pflichtet Rödel bei: „Wir brauchen die beste Lösung für das Wohl der Kinder.“

Von Jacqueline Hadasch

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