Kitas in Burgwedel: Personal fehlt, verlässliche Betreuung schwierig
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Aus der Stadt Personalmangel in Kitas: Stadt informiert Eltern über Engpässe
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Kitas in Burgwedel: Personal fehlt, verlässliche Betreuung schwierig

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08:06 20.11.2021
Die Stadt Burgwedel sucht händeringend Erzieherinnen und Erzieher, um den Kita-Betrieb verlässlich aufrechterhalten zu können.
Die Stadt Burgwedel sucht händeringend Erzieherinnen und Erzieher, um den Kita-Betrieb verlässlich aufrechterhalten zu können. Quelle: Fabian Sommer/dpa (Symbolbild)
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Burgwedel

Zehn Erzieherstellen sind in Burgwedel aktuell offen, manche von ihnen sind seit mehr als einem Jahr vakant – weil nicht eine einzige Bewerbung das Rathaus erreicht. „Der Fachkräftemangel ist inzwischen mehr als deutlich zu merken“, erläutert Burgwedels Erste Stadträtin Christiane Concilio. Wenn sich dann noch Erzieherinnen krank meldeten, werde es eng. Gruppen müssten zeitweise geschlossen, Betreuungszeiten verkürzt oder Angebote wie Frühdienste vorübergehend ausgesetzt werden. „Unser Ziel ist es, eine verlässliche Betreuung in den Kitas anzubieten“, betont Concilio. Aber ohne Personal, um das Burgwedel sich auf allen Wegen bemühe, gehe es nicht. Deshalb hat die Stadt nun einen Brief an alle Eltern aufgesetzt, um über das Problem zu informieren. „Wir sehen die Not der Familien“, versichert die Erste Stadträtin.

Alle Kommunen suchen Erzieherinnen und Erzieher

Doch die Möglichkeiten sind gering. Alle Kommunen suchen händeringend Personal. „Der Kuchen, den wir uns teilen müssen, ist zu klein“, beschreibt es Concilio. Die Stadt sei im öffentlichen Dienst an Tarife gebunden – mit höheren Gehältern könne sie nicht locken. „Wir bieten Fort- und Weiterbildungen, Fachtagungen und einen engen Austausch an“, sagt Concilio.

Schließzeiten stehen in Burgwedel nicht zur Debatte

Die Stadt plant daher nun die Betreuung in den Kitas umzuorganisieren, um trotz der Engpässe ein qualitativ hochwertiges und verlässliches Angebot zu gestalten. Zu Details könne Concilio sich vor der politischen Beratung im Januar nicht äußern. Eines macht sie aber klar: „Schließzeiten soll es in unseren Kitas weiterhin nicht geben.“ Das habe nicht nur Vorteile für die Familien, sondern sei auch für Bewerber attraktiv. „Bei uns kann das Personal frei seinen Urlaub nehmen.“

Von Carina Bahl