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Aus der Stadt Ihme-Zentrum: Wenn Spekulanten Versprechungen machen
Hannover Aus der Stadt Ihme-Zentrum: Wenn Spekulanten Versprechungen machen
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22:27 21.03.2019
Wird der neue Investor die Arbeiten zuende bringen? Das Ihme-Zentrum an der Blumenauer Straße. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

20 Jahre dauert der Niedergang des Ihme-Zentrums nun schon. In dieser Zeit ist Lars Windhorst, einst „Wirtschafts-Wunderkind“ aus der Ära Kohl und jetzt Multimilliardenjongleur, bereits der vierte Investor, der dem Gebäude eine tolle Zukunft verspricht. Ja, schön wär´s. Aber mag es noch jemand glauben?

Den Finanzspekulanten – denn um nichts anderes handelt es sich bei all den Carlyles, Intowns und Windhorsts – geht es nicht um Hannover. Und auch die Hunderten Eigentümer der Wohnungen in den oberen Etagen sind ihnen herzlich egal. Der Unterschied zu den Vorgängern: Windhorst mit seiner spröden, komplett uncharmanten Art versucht gar nicht, das zu verbergen. Er sagt ehrlich, worum es ihm geht. Er will mit der Immobilie Geld verdienen. Er verspricht keine langfristige Bindung, baut keine Wolkenkuckucksheime und rosa Luftschlösser. So weit, so gut.

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Dass in dieser Zeit, wo Büros und Gewerbeflächen Mangelware sind, 100.000 Quadratmeter in bester Kernstadtlage ungenutzt vergammeln, ist ein unhaltbarer Zustand. Windhorst sagt, seine Firma habe sich vor dem Kauf etwa ein Vierteljahr lang intensiv mit den Potenzialen des Gebäudes beschäftigt. Spuckt er jetzt also in die Hände? Kann sein.

Grafitti, Bauzäune und verrammelte Türen und Fenster – um das Ihme-Zentrum wieder attraktiver werden zu lassen, wäre viel zu tun. Ein Rundgang durch den umstrittensten Gebäudekomplex Hannnovers.

Oder er macht es wie seine Vorgänger, schindet Zeit und streicht die Mieteinnahmen der Stadt ein, bis die Rechnung für ihn stimmt. Das wäre derselbe schlimme Stillstand, den das Ihme-Zentrum seit Jahren kennt. Den Miteigentümern, Linden und ganz Hannover wäre zu wünschen, dass es anders kommt.

Von Conrad von Meding

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