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Aus der Stadt Ampel-Bündnis will Wohnungsbau fördern
Hannover Aus der Stadt Ampel-Bündnis will Wohnungsbau fördern
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15:52 03.07.2018
In den citynahen Vierteln sind Wohnungen knapp, daher soll der Wohnungsbau, wie hier in der Adolfstraße (Calenberger Neustadt), stärker gefördert werden. Quelle: Villegas
Hannover

Das Mehrheitsbündnis im Rat (SPD, Grüne, FDP) macht noch keine Ferien. Die drei Parteien haben sich auf vier Ziele geeinigt, die sie nach der Sommerpause verfolgen wollen. Allen voran steht die Förderung des Wohnungsbaus, zudem sollen die Kinder in Ganztagsschulen besser betreut werden. Neben dem Wohnungsbau müsse auch die Vermarktung von Gewerbeflächen gefördert werden, meinen die Bündnispartner. Zudem wünschen sie sich ein Konzept für alle Wasserflächen der Stadt – Bäder, Seen, Flüsse. Dadurch soll herausgefunden werden, wo es noch Kapazitäten für Wassersport gibt. Das sei noch nicht alles, heißt es aus Kreisen der Ampel. Demnächst werde man weitere Vorhaben vorstellen.

Hannover pumpt schon jetzt Millionen Euro in den Wohnungsbau. Investoren sollen ermuntert werden, Häuser zu errichten und Wohnungen nicht nur zu Höchstpreisen anzubieten. Dennoch bleiben Wohnungen in innenstadtnahen Vierteln knapp und teuer. „Wir haben als wachsende Stadt viele Bedürfnisse“, sagt SPD-Fraktionschefin Christine Kastning. Daher wolle man ein Augenmerk darauf legen, das Förderprogramm weiterzuentwickeln. Auf konkrete Zahlen, wie stark das Programm aufgestockt werden könnte, hat sich das Bündnis noch nicht festgelegt.

Immer mehr Grundschulen schalten um auf Ganztagsbetrieb, Horte werden allmählich überflüssig. Eltern kritisieren, dass die nachmittägliche Betreuung in Schulen nicht überall pädagogischen Ansprüchen genügt. Das Ampel-Bündnis will das ändern. „Wir brauchen unter anderem mehr Personal für den Nachmittagsbereich“, sagt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis. Die Betreuung müsse sich dem Standard in Horten annähern.

Auf freien Grundstücken entstehen derzeit vorrangig neue Wohnungen. Das hat zur Folge, dass Gewerbeflächen in Hannover knapp werden. Die Ampel dringt darauf, mehr Grundstücke für die Ansiedlung von Unternehmen zu vermarkten. „Was nützen uns viele Wohnungen, wenn wir keine Arbeitsplätze haben“, sagt FDP-Mann Engelke. Ihm schwebt vor, das Gelände der ehemaligen Deurag-Nerag-Raffinerie in Misbug herzurichten. Mit rund 45 Hektar Fläche ist das Grundstück zwar sehr groß, doch die Kosten für Bodensanierung sind beträchtlich. Ein Gutachten aus dem Jahr 2004 geht von 45 bis 92 Millionen Euro aus.

Schwimmbäder sind rar, daher wird genau festgelegt, welcher Verein zu welcher Zeit seine Bahnen ziehen kann. Das Mehrheitsbündnis schlägt nun vor, ein Wasserflächenkonzept zu erstellen, das auch private Bäder sowie Seen, Kanäle und Flüsse einbezieht. „Wo findet welcher Sport statt? Das wollen wir herausfinden“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. Am Ende könne sichtbar werden, ob manche Wasserflächen ungeahnte Möglichkeiten bereithalten. „Vielleicht eignet sich der Teich am Ricklinger Bad für eine Ruder-Kurzstrecke“, sagt Bindert. Das müsse aber gut mit den Anglern abgestimmt werden.

Von Andreas Schinkel

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