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Aus der Stadt Kliniken und Kommunen fordern Krankenhausgipfel
Hannover Aus der Stadt

Krankenhäuser: Kliniken und Kommunen fordern Krankenhausgipfel

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17:53 27.11.2019
„Kontrollwut der Krankenkassen und die Überregulierung von der Politik“: Die Lage der Krankenhäuser wird immer schwieriger. Quelle: Florian Schuh/dpa
Hannover

Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, die Krankenhausgesellschaft und zahlreiche Klinikbetreiberverbände fordern von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den Landesregierungen, einen Krankenhausgipfel einzuberufen. In einer beim Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf verabschiedeten Resolution heißt es, die Kliniken seien bereit, eine geordnete Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft mitzugestalten.

„Die Politik muss sich ebenfalls ihrer Verantwortung stellen“, heißt es in dem Papier. Sie trage die Verantwortung für eine gute und flächendeckende Versorgung. Thema des Klinikgipfels solle die Zukunft der Krankenhausversorgung in Deutschland sein.

„Kontrollwut der Krankenkassen“

Die Autoren der Resolution kritisieren unter anderen den Verlust von jährlich einer Millionen Arbeitsstunden in den Kliniken durch Bürokratie, „weil die Kontrollwut der Krankenkassen und die Überregulierung von der Politik nicht gestoppt wird“. Kritik kommt auch an der Verordnung zur Mindestbesetzung in bestimmten Bereichen. Spahn nehme „in Kauf, dass Intensivkapazitäten eingeschränkt und Krankenhäuser zukünftig die Aufnahme von Schlaganfallpatienten zeitweise ablehnen müssen.

Für die Krankenhäuser sei es wichtig, dass die Mitarbeiter erkannt hätten, woher der Druck komme, der derzeit auf Pflegekräften und Ärzten laste, sagt der Chef des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover, Thomas Beushausen. „Es ist hilfreich, dass das jetzt mit der Resolution auf breiter Front getragen wird“, betont Beushausen, der Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft in der Region Hannover ist. „Die Politik muss handeln.“ Es sei zudem widersinnig, Kinderrechte ins Grundgesetz schreiben zu wollen, aber der Kindermedizin in Deutschland nur eine geringe Aufmerksamkeit zu schenken, betont der Kinderarzt.

Wie berichtet, hatten erst vor wenigen Tagen die großen Kliniken aus Hannover Alarm geschlagen. Sie leiden zunehmend unter finanziellen Problemen und beklagen eine rigorose Praxis des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Rechnungen zusammenzustreichen. Zudem sind allein in Hannover derzeit 38 Intensivbetten gesperrt, weil nicht genügend Personal zur Verfügung steht.

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Von Mathias Klein

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