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Aus der Stadt Firmenchefs beraten über Kulturhauptstadt-Finanzen
Hannover Aus der Stadt Firmenchefs beraten über Kulturhauptstadt-Finanzen
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00:20 21.01.2019
Im Rathaus werden die Weichen für die Kulturhauptstadt-Bewerbung gestellt.
Im Rathaus werden die Weichen für die Kulturhauptstadt-Bewerbung gestellt. Quelle: Rainer-Droese
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Hannover

Bei der Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt soll jetzt auch über die Finanzierung gesprochen werden. Die Stadtverwaltung hat mehr als 20 hochrangige Firmenvertreter eingeladen, einen sogenannten Unterstützerkreis Wirtschaft zu bilden. Das Gremium soll am 13. Februar erstmalig tagen. „Es geht dabei nicht nur um Zuschüsse, sondern auch um personellen Einsatz und Werbung für die Sache“, sagt Oeds Westerhof, Berater Hannovers für die Bewerbung.

Wie hoch die Kosten für das Kulturhauptstadt-Programm am Ende ausfallen, bleibt bisher unklar. Verschiedene zweistellige Millionensummen sind im Gespräch, zwischen 70 und 40 Millionen Euro. Klar ist aber, dass der überwiegende Teil der Kosten nicht aus der Stadtkasse bezahlt wird, sondern über Sponsoren und Stiftungen finanziert werden soll. In Aussicht stehen zudem Fördermittel des Landes.

Die Kulturpolitiker des Rates sind erleichtert, dass die Bewerbung endlich Fahrt aufnimmt. „Die losen Enden werden zu einem tragfähigen Netz geknüpft“, sagt SPD-Ratsherr Andreas Markurth. Er lobt auch den Kultur-Kiosk, eine Art Kontakt- und Ideenbörse für die Kulturhauptstadt-Bewerbung, der jetzt durch alle Stadtbezirke tourt und Bürger ermuntern soll, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Bei der Auftaktveranstaltung in Ricklingen vor einigen Tagen hielt sich die Zahl der Besucher jedoch in Grenzen, berichten Beobachter. Für Berater Westerhof ist das wenig überraschend. „Ein großer Teil der Menschen interessiert sich erst für das Thema Kulturhauptstadt, wenn das Programm präsentiert wird“, sagt er. Auf die Frage der SPD, was Hannover von den diesjährigen Kulturhauptstädten Plowdiw und Matera lernen könne, meint Westerhof: „Wir sollten nicht zurückschauen, sondern uns jetzt überlegen, was klug und aktuell ist.“

Von Andreas Schinkel