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Aus der Stadt Stadt kommt der Kulturszene in Streit um Etat entgegen
Hannover Aus der Stadt

Kulturhauptstadt: Stadt kommt der Kulturszene in Streit um Etat entgegen

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00:22 24.06.2019
Kämmerer Axel von der Ohe (links) erläutert im Kulturausschuss seinen Finanzplan und scheint mit Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf (rechts) wieder an einem Strang zu ziehen. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

In Hannovers Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt kommt wieder Ruhe. Nach dem heftigen Streit um die Finanzierung erläuterte Kämmerer Axel von der Ohe (SPD) am Freitag im Kulturausschuss seinen Finanzplan und signalisierte, dass er offen sei für die Förderung einzelner Kulturvorhaben. „Wenn es Projekte gibt, die mehr Geld erfordern, dann können wir darüber sprechen“, sagte er. Zudem stellte er klar, dass der geplante Anstieg des Kulturetats von jährlich 1,5 Prozent einen Spielraum von mindestens 400.000 Euro im Jahr verschaffe – nach Abzug der erwartbaren Tarifanstiege bei den Personalkosten. „Wir können also davon ausgehen, dass das Budget wächst“, sagte von der Ohe. Damit könnte auch der rathausinterne Streit zwischen Kämmerei und Kulturdezernat beigelegt sein.

Kulturrat: Transparenz hergestellt

Die Kulturszene Hannovers, organisiert im Kulturrat der Stadt, gibt sich zufrieden. „Der Kämmerer hat nun die von uns geforderte Transparenz hergestellt“, sagt Stefan Becker, stellvertretender Vorsitzender des Kulturrats. Zudem gebe es die Möglichkeit, über eine zusätzliche Finanzierung einzelner Projekte zu verhandeln. „Wir können wieder gemeinsam nach vorne blicken“, sagt Becker.

Der Kulturrat und die freie Kulturszene hatten den Finanzplan zuvor heftig kritisiert. Sie befürchteten, dass der Etatanstieg von 1,5 Prozent von Personalkosten und Inflationsrate aufgezehrt würde. Einzelne Kulturschaffende kündigten an, ihre Untersützung für die Bewerbung zurückzuziehen.

Rathauschefin: Finanzierung steht auf soliden Füßen

Auch die Ratspolitik scheint beruhigt. „Das war ein reinigendes Gewitter“, sagt SPD-Ratsherr Andreas Markurth. Kommenden Mittwoch will die kommissarische Verwaltungschefin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) noch einmal Kämmerer, Kulturschaffende und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf an einen Tisch bringen, um mögliche Unklarheiten auszuräumen. „Wir haben ein sehr gutes Konzept, und die Finanzierung steht auf soliden Füßen. Ich bin davon überzeugt, dass wir gute Chancen haben“, sagt Tegtmeyer-Dette.

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