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Aus der Stadt Sprachförderschule feiert 50. Geburtstag
Hannover Aus der Stadt Sprachförderschule feiert 50. Geburtstag
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16:19 04.09.2018
Berühmter Pate: Heinz Rudolf Kunze las eigene Gedichte zum 50. Geburtstag der Albert-Liebmann-Schule vor. Quelle: Irving Villegas
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Hannover

Mit Gedichten von Heinz Rudolf Kunze, einer Zirkusgala, einem Lehrerlied und vielen Festreden hat die Albert-Liebmann-Schule hat am Freitag ihren 50. Geburtstag gefeiert.Dass die Schule, die seit 1995 am Paracelsusweg in Groß-Buchholz ihren Sitz hat, überhaupt noch besteht, sei keine Selbstverständlichkeit, sagt Andreas Pohl. Eigentlich leitet die Schule im Großen Freien in Sehnde, hat aber jetzt zeitweise auch die Führung der Albert-Liebmann-Schule übernommen, weil die bisherige Leiterin Antje Bordowski eine Weiterbildung macht.

Vor sechs Jahren seien alle Sprachförderschulen akut von Schließung bedroht gewesen, sagt Pohl. Im Zuge der Inklusion wollte die damalige rot-grüne Landesregierung nicht nur die Förderschulen für Kinder mit Lernproblemen, sondern auch die für Schüler mit Sprachschwierigkeiten abschaffen. Nach erheblichen Elternprotesten und einer Onlinepetition mit rund 50.000 Unterschriften lenkte die damalige Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) ein: Die Sprachförderschulen bekamen Bestandschutz.

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„Wir sind eine Durchgangsschule“, sagt Pohl. Die Kinder sollen nur so lange auf der Albert-Liebmann-Schule bleiben, bis sie wieder eine Regelschule besuchen könnten. „Der Traum bleibt eine Schule für alle, in der wirklich jeder Schüler nach seinen eigenen Bedürfnissen lernen kann“, sagt Schulelternratsvorsitzender Matthias Ahäuser, auch Elternvertreter im Schulausschuss der Region.

Von Saskia Döhner