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Aus der Stadt Hannovers Leibniz-Uni geht bei Vergabe von Digitalprofessuren leer aus
Hannover Aus der Stadt

Land vergibt Digitalprofessuren: Hannovers Unis gehen bei Vergabe leer aus

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12:49 12.11.2019
Das Hauptgebäude der Leibniz-Universität in Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

In Niedersachsen sollen an acht Hochschulen in den kommenden Jahren bis zu 40 Digitalprofessuren geschaffen werden. Das Land will dafür ab 2021 jährlich 7 Millionen Euro bereitstellen. Hannover geht allerdings leer aus. Das Wissenschaftsministerium wird eine entsprechende Bewerbung der Leibniz-Universität nicht fördern. Das verkündete Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Montag. Die Leibniz-Uni hatte sich mit dem Projekt Data Science and Intelligent Systems for Health and Society beworben.

Der Antrag aus Hannover sei „inhaltlich nicht schlecht“ gewesen, sagte Thümler. Den Vorzug bekamen allerdings drei andere Universitätsverbünde sowie zwei Einzelbewerbungen. Die Hochschulen in Hannover und auch Braunschweig hätten aber die Chance, sich für weitere zehn Digitalprofessuren zu bewerben, die in den kommenden zwei Jahren vergeben werden sollen. Landesweit soll es am Ende 50 Digitalprofessuren geben.

Leibniz-Uni will sich wieder bewerben

„Wir haben uns mit einem Antrag beworben, der das begutachtende Gremium nicht in Gänze überzeugen konnte. Eine detaillierte Begründung liegt uns nicht vor“, sagte die Sprecherin der Leibniz-Uni, Mechtild Freiin von Münchhausen, der HAZ. Zu Details des Antrags, der im Verbund mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Hochschule Hannover (HSH) und der Universität Hildesheim gestellt worden sei, wollte sich die Leibniz-Uni nicht äußern. „Aber natürlich werden wir in der nächsten Ausschreibungsrunde erneut antreten und sind sehr zuversichtlich, dann erfolgreich zu sein“, sagte von Münchhausen.

Leibniz-Uni und MHH hatten sich zuletzt vergeblich gemeinsam um den begehrten Titel Exzellenzuniversität beworben. Elf deutsche Universitäten und Universitätsverbünde dürfen künftig dieses Prädikat führen, das mit zusätzlichen staatlichen Fördergeldern in Millionenhöhe einhergeht.

Zusätzliche Millionen für Mitarbeiter

Die Einführung der Professuren sei eine der „wichtigsten Weichenstellungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit“ des Landes, sagte Thümler. Er erwarte eine starke Dynamik in Form neuer Studienangebote. Die Umsetzung könne sofort starten. Zusätzlich erhalten die Hochschulen, deren Anträge erfolgreich waren, laut Thümler insgesamt etwa 33,6 Millionen Euro für weitere Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie für die Infrastruktur.

Durchgesetzt haben sich gemeinsame Projekte der TU Clausthal und der Ostfalia Hochschule, der Universität Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie von der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule. Mit jeweils einem eigenen Antrag waren die Hochschule Osnabrück und die Universität Osnabrück erfolgreich.

Nachfrage im Bereich Digitalisierung groß

Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU waren noch 100 Digitalprofessuren vorgesehen. Das mache aber keinen Sinn, weil man die Stellen nicht besetzen könne, betonte Thümler. Die Nachfrage nach Professoren im Bereich Digitalisierung sei aktuell bundesweit sehr hoch. Deshalb wurde die Anzahl der Professuren auf 50 nach unten korrigiert. Die Opposition im Landtag hatte in der Vergangenheit häufig kritisiert, dass die Besetzung der Digitalprofessuren nicht schnell genug gehe. Thümler betonte dagegen, dass Niedersachsen mit der jetzt beginnenden Ausschreibung weiter sei als Bayern oder Berlin.

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Von Marco Seng

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