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Aus der Stadt Wegen Nacktfotos: Mann wird in Döhrener Wohnung zusammengeschlagen
Hannover Aus der Stadt

Landgericht Hannover: Mann wird in Döhrener Wohnung zusammengeschlagen

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17:30 21.08.2019
Peter S. (r.) wird von Anwältin Silke Willig verteidigt, Fady C. (3. v. r.) von Marlene Prosser und Burak A. (2. v. l.) von Christian Wolff. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Drei Männer müssen sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Hannover wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen einen 27-Jährigen in seiner Wohnung in der Bernwardstraße (Döhren) brutal zusammengeschlagen haben – mit Fäusten, Füßen und einem Baseballschläger.

Das Opfer verlor laut Anklage bei der Tat, die am 21. Januar 2018 nach 19 Uhr begangen wurde, kurzzeitig das Bewusstsein, auch trug der Mann eine Gehirnerschütterung sowie diverse Prellungen am ganzen Körper davon. Die Angeklagten sollen dem Opfer zudem ein Mobiltelefon, eine Playstation, eine Machete sowie eine Geldbörse und 125 Euro Bargeld geraubt haben.

Nacktfotos als Druckmittel

Die in Laatzen wohnenden Peter S. (24), Fady C. (23) und Burak A. (24) bestritten den Tatablauf, wie ihn die Staatsanwältin geschildert hatte. Laut Verteidigerin Silke Willig hatte der Döhrener die Schwester von Peter S., ihrem Mandanten, schon lange drangsaliert, bedroht und beleidigt. Auch habe er der Frau gedroht, Nacktfotos von ihr zu veröffentlichen, wenn sie sich von ihm trenne.

Daraufhin hätten ihr Mandant und seine zwei Kumpel den Älteren in seiner Döhrener Wohnung aufgesucht. Das Ziel: Er sollte die Nacktfotos von seinem Mobiltelefon löschen.

Doch die Gesprächsbemühungen zwischen S. und dem späteren Opfer seien bald gescheitert, so die frühe Einlassung der Anwältin, stattdessen habe sich ihr Mandant mit dem Döhrener geprügelt. Einen Baseballschläger habe er dabei jedoch nicht verwendet.

Fady C. sei an der Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen, sondern habe eher zu schlichten versucht. Auch Verteidiger Christian Wolff bestritt eine Beteiligung seines Mandanten an der Schlägerei. Allerdings habe Burak A. das Handy des malträtierten Opfers mitgenommen, um die Nacktfotos zu löschen, auch habe er dessen Machete eingesteckt, um nicht zu einem späteren Zeitpunkt damit angegriffen zu werden.

Zwei Versionen

Die Version des 27-Jährigen, der als Zeuge vernommen wurde, hörte sich anders an. Es seien zwei Männer gewesen, die auf ihn eingeschlagen hätten; der zunächst allein in der Wohnung erschienene C. habe ihnen allerdings die Haustür geöffnet und sie hereingelassen.

Das Urteil in diesem Prozess wird die 2. Große Strafkammer unter Vorsitz von Joachim Lotz möglicherweise schon diesen Donnerstag fällen.

Von Michael Zgoll

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