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Aus der Stadt Universität eröffnet umgebauten königlichen Pferdestall
Hannover Aus der Stadt

Leibniz-Universität eröffnet umgebauten königlichen Pferdestall

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19:22 22.05.2019
Bester Laune zur Eröffnung waren am Mittwoch Uni-Präsident Volker Epping (links) und sein Vorgänger und Spendensammler Erich Barke. Quelle: Samantha Franson
Hannover

 Die Leibniz-Universität hat seit Mittwoch ein neues Kommunikationszentrum. Vier Millionen Euro kostete der Umbau des ehemaligen königlichen Pferdestalls in eine moderne Begegnungsstätte, die ihren historischen Charme bewahren sollte. Die Hälfte der Summe brachten private Sponsoren auf. In einer launigen Rede erinnerte Erich Barke, Alt-Präsident der Uni und im Ruhestand umtriebiger Spendensammler, wie die Zeiten früher waren. „Wir lagen mit dem Umbau auf Platz 15 unserer Prioritätenliste“, und dort blieb das Projekt, weil immer anderes wichtiger wurde. Die Akquise blieb wichtig, allein mit öffentlichem Geld wäre der aufwendige Umbau nicht finanzierbar gewesen. Sogar zum berühmten Reiter Paul Schockemöhle führte eine Reise, Stichwort Pferdestall, doch sie blieb ohne Erfolg.

Barke ließ nicht locker. Der amtierende Präsident der Leibniz-Universität, Volker Epping, lobte bei einer Feierstunde dessen Durchhaltewillen. „Ohne sein Beharrungsvermögen wären wir nicht hier, er ist drangeblieben wie ein Terrier.“ Beide Männer dankten ausführlich den Geldgebern, darunter Ursula Hansen, HDI und Deutsche Stiftung Umweltschutz. So teilten sich Universität und private Spender den Umbau eines ehemals heruntergekommenen Nordstädter Backsteingebäudes in ein Begegnungszentrum, dessen Kernstück ein Saal für Vorträge und Kammermusik ist und 150 Menschen Platz bietet.

So sieht das neue Begegnungszentrum der Leibniz-Universität aus

Für die vielen Gäste gab es beim Rundgang einiges zu sehen. Die aus verschiedenen Messingelementen verschachtelte Akustikwand an der Frontseite des neuen Konzertsaals, hergerichtete ehemalige Futtertröge an den Seiten, das Kreuzgewölbe und im Obergeschoss eher nüchterne Arbeitsatmosphäre mit Tischen und Stühlen. Mitunter gab es Schwierigkeiten: So musste der Universität zufolge ein neues Treppenhaus gebaut werden, weil das Original „um wenige Zentimeter zu schmal war, um als Fluchtweg anerkannt zu werden“. Der ehemalige Pferdestall ist ausschließlich zur Nutzung durch die Universität gedacht, Tagungen, Seminare, Vorträge und Absolventenfeiern finden hier einen Platz.

Ein zweiter Bauabschnitt im Stall soll folgen. Noch sind im Westteil des Gebäudes Bauingenieure und Maschinenbauer untergebracht, geplant ist, dass sie im Herbst auf das Universitätsgelände nach Garbsen umziehen. In den freien Räumen soll unter anderem eine Gastronomie mit Außenplätzen entstehen. Dieser Umbau wird mit weiteren drei Millionen Euro veranschlagt und soll Ende 2019 beginnen. Barke kündigte an, sich weiter um Geldgeber zu bemühen. 200.000 Euro kommen vom Bund, weil der ehemalige königliche Pferdestall als nationales Baudenkmal anerkannt ist.

Lesen Sie hier: https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Alter-Pferdestall-wird-zum-Treffpunkt-der-Leibniz-Universitaet-Hannover

Von Gunnar Menkens

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