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Aus der Stadt Hier landen Sie, wenn Sie in Hannover die 112 wählen
Hannover Aus der Stadt Hier landen Sie, wenn Sie in Hannover die 112 wählen
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10:36 09.02.2019
Die Notrufe für die Feuerwehr und den Rettungsdienst gehen seit Ende Januar auf der neu eingerichteten Einsatzzentrale der Feuerwehr in Stöcken ein. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Die neuen Räume sind heller, die Technik ist auf dem neusten Stand. Seit Kurzem werden alle Notrufe für die Feuerwehr und den Rettungsdienst für die Stadt und das Umland in Stöcken angenommen. Durchschnittlich rund 2200 Anrufe bearbeiten die insgesamt 86 Mitarbeiter der Einsatzzentrale pro Tag an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

Noch ist alles ein wenig provisorisch für die Mitarbeiter der neuen Regionsleitstelle auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 2. Kabel sind notdürftig an einer improvisierten Holzkonstruktion befestigt. Als Ruheräume für die Mitarbeiter der Leitstelle dienen Container, die auf der Rückseite des Gebäudes aufgestellt wurden. Denn die Einrichtung der Leitstelle in Stöcken musste schneller angegangen werden, als ursprünglich geplant. „Grundsätzlich sollte sie hier in Stöcken als sogenannte Redundanz-Leitstelle für die neue Einsatzzentrale in der Feuerwache 1 in der Nordstadt entstehen“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Das bedeutet: In der Leitstelle in Stöcken sollten eigentlich nur dann echte Notrufe eingehen, wenn die eigentliche Einsatzzentrale in der Nordstadt, aus welchen Gründen auch immer ausfallen sollte.

In Stöcken laufen derzeit alle Notrufe für die Feuerwehr und den Rettungsdienst auf.

Da bislang aber noch nicht abzusehen ist, wann die neue Regionsleitstelle am Weidendamm tatsächlich in Betrieb genommen werden kann, hatte die Stadt im Sommer entschieden, einen alternativen Weg zu beschreiten. Für 4,8 Millionen Euro zusätzlich wird derzeit die eigentlich als veraltet geltende Technik in der Regionsleitstelle in der Calenberger Neustadt aufgerüstet. Bis die Arbeiten dort voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein werden, musste die zweite Leitzentrale in Stöcken fertig gestellt werden.

Feuerwehr Hannover beteiligt sich am Twitter-Gewitter

Die Berufsfeuerwehr Hannover beteiligt sich am Montag an der bundesweiten Aktion zum Tag des Notrufes. Beim sogenannten Twitter-Gewitter berichten die Helfer zwölf Stunden lang über den Kurznachrichtendienst über ihre Einsätze. Der Aktionstag startet um 8 Uhr. Die Tweets der hannoverschen Retter können unter #hannover 112 verfolgt werden. „Da die Feuerwehr keinen eigenen Twitterkanal hat, übernehmen die Kollegen vom Social-Media-Team der Stadt diese Aufgabe“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz.

Doch nicht nur über das laufende Einsatzgeschehen wollen die Brandbekämpfer an diesem Tag informieren. „Es soll auch um die Leitstelle, die Ausbildung, den Berufseinstieg und über das richtige Absetzen von Notrufen getwittert werden“, sagt Hintz. Bundesweit beteiligen sich insgesamt 41 Berufsfeuerwehren an der Aktion. Alle Kurznachrichten sind unter #112live zu verfolgen.

Der Tag, an dem alle Notrufe von den Telefonen der alten auf die der Leitstelle in Stöcken umgelegt wurden, war für die Berufsfeuerwehr eine große Herausforderung. Immerhin hat die Stadt eine der fünf größten Einsatzzentralen Deutschlands. „Wir wollten, dass niemand etwas davon merkt und dass kein Anruf verloren geht – das ist uns tatsächlich gelungen“, sagt Gregor Fleischmann, der Chef der Leitstelle. 30 Minuten dauerte die Umstellung am 20. Januar, einem Sonntag, lediglich. Nach 21 Minuten kam der erste echte Notruf bereits in Stöcken an. Zuvor hatte Feuerwehrleute aus der ganzen Region Testanrufe angesetzt, um mögliche Fehler bei der Umstellung sofort abstellen zu können. Ergebnis: Alle Anrufe kamen durch. „Es war trotzdem ein mulmiges Gefühl, als wir den letzten Bildschirm in der alten Leitstelle in der Calenberger Neustadt abgeschaltet hatten“, sagt Fleischmann.

290.000 Einsätze im Jahr

Die Technik in der derzeitigen Einsatzzentrale ist bereits die, die auch in der noch unfertigen Feuerwache in der Nordstadt eingebaut werden soll. In Stöcken gibt es insgesamt 18 Plätze, um Notrufe anzunehmen, Rettungswagen zu alarmieren und Krankentransporte zu planen. 19 werden es in der Regionsleitstelle am Weidendamm sein. Zehn zusätzliche Disponentenplätze können dort bei großen Einsätzen wie Sturm oder extremes Hochwasser eingerichtet werden. Rund 290.000 Einsätze erledigte die Berufsfeuerwehr Hannover im Jahr 2018. Rund 800.000 Anrufe gingen in dieser Zeit in der Regionsleitstelle ein.

Von Tobias Morchner

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