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Aus der Stadt SPD-Bezirksbürgermeister Henning Hofmann zieht nach Braunschweig zu CDU-Bezirksbürgermeisterin
Hannover Aus der Stadt

Liebe in der Kommunalpolitik: SPD-Bezirksbürgermeister Henning Hofmann zieht nach Braunschweig zu CDU-Bezirksbürgermeisterin

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21:00 27.12.2019
Henning Hofmann, Bezirksbürgermeister in Buchholz-Kleefeld (SPD), und Julia Kark, Bezirksbürgermeisterin in Braunschweig (CDU), erwarten Nachwuchs. Quelle: privat
Hannover

Umzug nach Braunschweig, Vaterschaft, Heirat – Henning Hofmann, Bezirksbürgermeister in Buchholz-Kleefeld, kehrt Hannover den Rücken und legt seine Mandate in Rat und Bezirksrat nieder. Der SPD-Mann hat in Braunschweig eine Kollegin kennengelernt, die 34-jährige Julia Kark, Bürgermeisterin des Bezirks Timmerlah-Geitelde-Stiddien und CDU-Mitglied. Die beide erwarten Ende März ein Kind und wollen im Laufe des kommenden Jahres heiraten. „In die CDU werde ich auf jeden Fall nicht eintreten“, sagt Hofmann. Wer Hofmann in Rat und Bezirksrat folgt, ist noch nicht ausgemacht.

Bürgermeisterliebe mit Schattenseiten

Die pittoreske Geschichte der partei- und stadtübergreifenden Bürgermeisterliebe hat ihre Schattenseiten. Hofmann begann die Beziehung mit Kark, als er noch mit seiner langjährigen hannoverschen Freundin zusammen war. „Das war kein Ruhmesblatt für mich“, sagt der 41-Jährige.

Kark und Hofmann lernten sich beim Braunschweiger Karnevalsumzug kennen. Sie standen gemeinsam auf dem Prunkwagen der Bezirksbürgermeister. Jedes Jahr dürfen hannoversche Bürgermeister beim Braunschweiger Karneval mitmischen. Hofmann trug die blau-gelbe Uniform der Karnevalsgesellschaft Hannover-Buchholz – „also die Farben des Braunschweiger Fußballvereins“, sagt Hofmann. Hofmann und Kark wurden aufeinander aufmerksam und verliebten sich.

Parteiarbeit in Braunschweig – Stadtteilfeste in Hannover

Nun zieht Hofmann einen Schlussstrich. Er will sich im nächsten Jahr vor allem um seine Tochter kümmern. „Ich bleibe Mitglied der SPD, werde mich bei den Ortsvereinen in Braunschweig vorstellen und Parteiarbeit leisten“, sagt er. Ausgeschlossen sei es nicht, dass er irgendwann einmal für den Rat der Stadt Braunschweig kandidiert. Mit Hannover bleibe er verbunden. „Einige Stadtteilfeste habe ich mir schon im Kalender angestrichen“, sagt er.

Hofmann blieb im hannoverschen Rat meist im Hintergrund, war aber mit Leidenschaft Bezirksbürgermeister. Als es vor fünf Jahren darum ging, Hunderte Flüchtlinge im Stadtbezirk unterzubringen, sprach Hofmann mit Anwohnern, half, Ängste abzubauen, und gründete Netzwerke zur Unterstützung der neuen Stadtteilbewohner. Manches könne er jetzt nicht mehr zu Ende bringen, sagt Hofmann. So sei leider noch offen, ob die neue Medizinische Hochschule einen Stadtbahnanschluss bekomme.

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