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Aus der Stadt IGS bekommt Modulanlage – und muss weiter auf Neubau warten
Hannover Aus der Stadt IGS bekommt Modulanlage – und muss weiter auf Neubau warten
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00:15 16.03.2019
Auf der Asphaltfläche im hinteren Teil des IGS-Schulhofes soll die Modulanlage in Holzbauweise aufgestellt werden. Quelle: Foto: Tim Schaarschmidt
Linden-Mitte

Das drängende Raumproblem der IGS Linden soll in absehbarer Zeit gelöst werden: Die Schule am Lindener Berg bekommt eine Modulanlage, in der die Schüler unterrichtet werden sollen, die zurzeit noch an der Ihmeschule untergebracht sind. Rund 3,7 Millionen Euro kostet die in Holzbauweise geplante Anlage, die im südlichen Teil des Schulhofs errichtet wird. Im Juli beginnen die Bauarbeiten, Ende Mai 2020 soll alles fertig sein. Schon jetzt steht fest, dass es mehr als eine Übergangslösung ist: Die Anlage wird aller Voraussicht nach mindestens zehn Jahre stehenbleiben. Schüler, Lehrer und Eltern hoffen, dass diese Zeitspanne ausreicht, den von ihnen erhofften Neubau zu realisieren. Auch der Bezirksrat Linden-Limmer macht sich dafür stark.

Fahrstuhl für Barrierefreiheit

Jörg Gronemann vom städtischen Baumanagement stellte dem Gremium die Pläne der Verwaltung vor. Demnach sind in dem zweigeschossigen Modulbau sechs Unterrichtsräume, zwei Differenzierungsräume und ein Bereich für Lehrkräfte vorgesehen. Parallel soll im Haupttrakt der IGS ein Fahrstuhl eingebaut werden, der einen Ausstieg zum Schulhof erhält und so einen barrierefreien Zugang zu der Mobilanlage ermöglicht. Optisch werde diese an die mit bunten Fassadenelementen ausgestatteten Holzbauten an der Steigertahlstraße erinnern, in der Flüchtlinge leben, erklärte Gronemann. „Es wird kein Behelfsbau“, betonte er.

Die Vertreter der IGS aber wollen schnellstmöglich einen Neubau, der das marode Schulgebäude aus den Siebzigerjahren ersetzt. Die Stadt hat bisher nur zugesagt, rund 14 Millionen Euro in die Sanierung der bestehenden Gebäude zu investieren. Gronemann machte keine Hoffnung, dass sich daran so schnell etwas ändert: Die Vorlaufzeit für einen Neubau – von der Planung über die Finanzierung bis zur Umsetzung – beanspruche zehn bis 15  Jahre. In der Drucksache der Stadt heißt es nur, die Mobilanlage werde so lange gebraucht, „bis durch Umstrukturierungen oder Erweiterungsbaumaßnahmen am oder im Hauptgebäude die Räume dort zur Verfügung gestellt werden können“.

Gleichwohl macht der Bezirksrat Druck für die Neubauplanung: Alle Fraktionen haben einen gemeinsamen Antrag vorbereitet, über den in der Sitzung am 27. März abgestimmt werden soll. Darin schlagen sie vor, die bisher von Initiativen im Stadtteil und der Politik ins Gespräch gebrachten Varianten von einem externen Planungsbüro prüfen zu lassen.

Vier Varianten sind im Gespräch

Dazu zählt die Idee des früheren SPD-Ratsherrn Ernst Barkhoff, den Westschnellweg zu überbauen, um Platz für eine neue Schule zu gewinnen und diese eventuell mit einem Freizeitheimneubau zu kombinieren. Aufgeführt ist auch der Wunsch der IGS, das bestehende Gelände nach Südosten zu erweitern, und der Vorschlag des Architekten Gerd Runge, weitere Flächen im Von-Alten-Garten als Bauflächen zu nutzen. Berücksichtigt wird zudem der jüngste Vorstoß der SPD-Bezirksratsfraktion, ein brachliegendes Gewerbegebiet an der Bernhard-Caspar-Straße als möglichen neuen IGS-Standort zu prüfen. Möglichst bald soll es zu der Thematik im Bezirksrat eine Anhörung mit Vertretern der Verwaltung und der Schule geben.

Von Juliane Kaune

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