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Aus der Stadt Wucherpfennig eröffnet Edeka im alten Postgebäude am Lindener Markt
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Linden-Mitte: Wucherpfennig eröffnet Edeka im Postgebäude am Lindener Markt

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13:03 24.11.2019
Thorsten Wucherpfennig im neuen Edeka im Postgebäude an der Niemeyerstrasse. Quelle: Katrin Kutter
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Linden-Mitte

Direkt am Lindener Markt gibt es jetzt eine neue Einkaufsgelegenheit: Am Montag hat in dem Gebäude der Post an der Niemeyerstraße eine Edeka-Filiale eröffnet. Auf 640 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet die Unternehmerfamilie Wucherpfennig dort Lebensmittel und andere Waren für den täglichen Bedarf an. „Das ist für uns ein attraktiver Standort“, sagt Inhaber Thorsten Wucherpfennig. Die zentrale Lage sei ideal.

Lebensmittel und Postservice

Der Supermarkt liegt im rechten Teil des Gebäudes, in dem früher der Postschalterbereich und Schließfächer waren. Auf der linken Seite wird eine Filiale der Postbank einziehen, die voraussichtlich im ersten Quartal 2020 fertig sein soll. Für beide Mieter hat Eigentümer Andreas von Graevemeyer von der AVG Grundstücks GmbH das denkmalgeschützte Gebäude aus den Fünfzigerjahren umbauen lassen; zudem entstehen im Dachgeschoss Wohnungen. Auf Anfrage erklärt die Postbank, dass das bisherige Angebot an Post- und Finanzdienstleistungen beibehalten und um weitere Leistungen für Geschäfts- und Firmenkunden erweitert werde.

Der neue Edeka und die künftige Postbank liegen im Hochparterre. Sie sind über eine Treppe und einen Fahrstuhl im Innenbereich zu erreichen; zudem gibt es einen Hintereingang zum Hof. Die bisherige Außentreppe und der außen liegende Lift wurden abgerissen. Gleich am Eingang verkauft die hauseigene Bäckerei Schäfer's Waren, die vor Ort frisch aufgebacken werden. Auch Produkte der Genossenschaft Linden backt! sind bei Edeka im Angebot.

Produkte aus Linden in den Regalen

„Wir setzen grundsätzlich auf regionale Anbieter“, sagt Wucherpfennig. Dazu gehören neben Betrieben wie Hemme Milch aus der Wedemark, dem Obsthof Gestorf oder dem Bio-Eierhof Eggies aus Pattensen auch Lindener Erzeuger. Im Kühlregal gibt es etwa Pizzateig der Manufaktur Francesca & Fratelli, und in der Getränkeabteilung wird Bum Bier vom Bierverlag Linden verkauft.

Auf 640 Quadratmetern werden in den umgebauten Räumen der Post Waren angeboten.

Eine Besonderheit ist laut Wucherpfennig das von Edeka selbst hergestellte Sushi zum Mitnehmen und die Infarm-Ecke, in der in temperierten Glasschränken frische Kräuter wachsen, von Mitarbeitern im Markt geerntet und dann verkauft werden. Allerdings gibt es keine Wurst- und Käsetheke, sondern nur frisch abgepackte Waren zur Selbstbedienung, teils in Bio-Qualität. „Für die Theken war hier nicht genug Platz“, erklärt der Unternehmer, dessen Familie stadtweit elf Edeka-Filialen betreibt, auch die in der Limmerstraße.

35 neue Arbeitsplätze

35 Arbeitsplätze, die meisten in Vollzeit, sind laut Wucherpfennig am neuen Standort entstanden. Geöffnet ist montags bis freitags von 7 bis 21.30 Uhr. Er rechnet vor allem mit Laufkundschaft aus der Nachbarschaft. Günstig sei auch die Nähe zur Stadtbahnstation. Gleichwohl wird es auf dem Innenhof des Gebäudes nach Ende aller Umbauarbeiten 35 Parkplätze geben – die müssen sich die Supermarktkunden mit den Postkunden teilen.

Kommentar: Ist ein Ende der Schlangen in Sicht?

Für die Bewohner von Linden-Mitte ist es eine gute Nachricht: Sie können jetzt in einem Supermarkt in zentraler Lage am Lindener Markt einkaufen, der von vielen Wohnstraßen aus gut zu Fuß zu erreichen ist – und in absehbarer Zeit wird im gleichen Gebäude auch die Postfiliale wiedereröffnen. Das ist eine praktische Doppellösung für viele Anwohner in Linden-Mitte, die auf dem Weg zum Einkaufen noch mal eben ein Paket abholen oder einen Brief aufgeben wollen.

Die Postbank hat bekräftigt, dass der dortige Standort nach dem Aus- und Umbau der Räume Zukunft hat. Ausgebaut werden muss aber auch dringend der Service vor Ort. Zu häufig gibt es lange Schlangen vor den Postschaltern, weil offensichtlich nicht genug Personal eingesetzt wird – das hat nichts mit der aktuellen Übergangslösung im Container zu tun. Schon vor dem Provisorium mussten die Kunden immer wieder Wartezeiten einplanen. Der Höhepunkt war im vergangenen Jahr in der Vorweihnachtszeit erreicht, als schon mal anderthalb Stunden vergingen, bevor die Wartenden an der Reihe waren. Es reicht nicht, die Filiale zu modernisieren. Es müssen dort auch genug Menschen hinter den Schaltern stehen.

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