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Aus der Stadt Tödlicher Unfall: Radfahrer fordern mehr Sicherheit
Hannover Aus der Stadt Tödlicher Unfall: Radfahrer fordern mehr Sicherheit
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00:20 07.10.2018
04.10.2018, Niedersachsen, Hannover: Menschen laufen im Rahmen einer Mahnwache um den Deisterkreisel. Später wird ein Ghostbike (vorne) aufgestellt. Vor ca. fünf Wochen ist am Deisterkreisel ein Fahrradfahrer von einem Auto erfasst und tötlich verletzt worden. Ghostbike ist die aus den USA stammende Idee, weißgestrichene Fahrräder als Mahnmale für im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrer am Unglücksort aufzustellen. Foto: Moritz Frankenberg Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Rund 40 Fahrradfahrer haben am Donnerstag in Linden-Süd für mehr Sicherheit für Radfahrer demonstriert. Am Deisterkreisel stellten sie ein weiß gestrichenes Fahrrad auf. Es soll an einen 64-jährigen Radler erinnern, der dort Ende August bei einem Zusammenprall mit einem Auto so schwer verletzt worden war, dass er später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

13 Unfälle mit verletzten Personen sind nach Angaben der Fahrrad-Aktivisten im vergangenen Jahr am Deisterplatz geschehen. „Der Autoverkehr an dieser Stelle der Stadt ist so massiv, dass Fußgänger und Radfahrer keine Rolle spielen“, sagt Gerd Reinecke. Er kannte den Verunglückten nicht persönlich, hat aber den Protest am Kreisel organisiert. Seinen Angaben zufolge ist der Hergang des tödlichen Verkehrsunfalls vor fünf Wochen bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen der Polizei hatten ergeben, dass der 64-Jährige wahrscheinlich das rote Haltesignal einer Ampel übersehen hatte.

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Die Idee der Geisterräder kommt aus Berlin

Nach einer kurzen Kundgebung zogen die Demonstranten in Begleitung der Polizei einmal um den Deisterplatz. Anschließend befestigten sie das weiße Fahrrad an der Unfallstelle. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) stehen in Hannover derzeit rund ein Dutzend sogenannter Geisterräder. „Die Idee dafür stammt ursprünglich aus Berlin. Die weißen Räder sollen die getöteten Radfahrer im öffentlichen Raum sichtbar machen“, sagt Dirk Hillbrecht, vom ADFC in Hannover.

Von tm

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