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Aus der Stadt Pro Beruf ist ein Sprungbrett für die Ausbildung
Hannover Aus der Stadt Pro Beruf ist ein Sprungbrett für die Ausbildung
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00:16 23.10.2018
Quelle: Moritz Frankenberg
List

Pro Beruf hat einen weiteren Schwerpunkt in der List. Neben der Fahrradwerkstatt am Bonifatiusplatz ist der sogenannte Health & Beauty-Point für Kosmetik-, Pflege- und Friseurberufe jetzt an der Spichernstraße ansässig. Im Zentrum für Gesundheitspflege und Kosmetik im Haus Nummer 11b werden berufliche Kenntnisse in den Feldern Kosmetik, Friseurhandwerk und Gesundheitspflege vermittelt. Zielgruppe sind junge Menschen unter 25 Jahren ohne oder mit schwachem Schulabschluss – auch junge Mütter und Alleinerziehende –, die Arbeitlosengeld II beziehen. Die gemeinnützige Pro Beruf GmbH ist ein in der Region Hannover tätiger Bildungsträger mit einem breit gefächerten Angebot zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration junger Menschen.

„Es handelt sich dabei um eine Maßnahme in Teilzeit“, erläutert Bereichsleiterin Ute Botterschulte. Die Schwellenangst der benachteiligten Jugendlichen sei ohnehin groß, da würden 20 Stunden festes Programm zunächst reichen. Derzeit lernen drei syrische junge Männer sowie vier junge Frauen den Friseurberuf. Angeleitet werden sie bei Pro Beruf von den Meisterinnen Daniela Kühn und Stefanie Popp. Es geht aber nicht nur darum, kreative Köpfe zu frisieren. „Die Teilnehmer erhalten schulische, pädagogische und fachliche Unterstützung“, so Botterschulte. Etliche der vom Jobcenter an Pro Beruf vermittelten jungen Leute seien bereits von Betrieben übernommen worden.

Die Einrichtung will die Ausbildung jetzt stärker im Stadtteil präsentieren. Dafür sucht Pro Beruf noch nach Modellen, die sich von den angehenden Friseuren die Haare schneiden, färben oder frisieren lassen wollen – natürlich unter Anleitung und Aufsicht der erfahrenen Meisterinnen, die immer auch letzte Hand an die Frisuren legen. „Wir wollen die praktische Arbeit so gut wie möglich unterstützen – dafür suchen wir die Modelle, die sich kostenlos bei uns frisieren lassen können“, sagt die Bereichsleiterin.

Gerade üben Nareeda, Donya und Nermim mit Hilfe von Daniela Kühn wie man eine Flechtfrisur zaubern kann – allerdings nicht am lebenden Objekt. Die drei syrischen Männer sind ebenfalls sehr bei der Sache. „Der Beruf hat in Syrien hohen Stellenwert“, betont Botterschulte. „Wir versuchen die benachteiligten Jugendlichen mit ihrem Interesse an Aussehen, Schminken und Styling zu ködern“, ergänzt Pro Beruf-Geschäftsführer Rudolf Schulz. Das scheint zu klappen, stets sind die Ausbildungen überbucht, „die Nachfrage ist größer als das Angebot.“ Die Jugendlichen bräuchten Unterstützung bei der Integration ins Arbeitsleben, „wenn wir ihre Interessen ansprechen, sind sie zugänglicher“, so Schulz. In der Spichernstraße werden ihnen Praktika zum Ausprobieren angeboten, „wenn sie hier ankommen und sich wohlfühlen, dann bleiben sie auch da“, sagt der Geschäftsführer.

Zu den Angeboten der Einrichtung gehört auch das Projekt Compas, ein Beratungsangebot für geflüchtete Personen aus dem Norden der Region Hannover. Jeden Montag wird hier zwischen 11 und 13 Uhr eine offene Sprechstunde für die Beratung zur Förderung der Sozialen- und Arbeitsmarktintegration angeboten. Das gesamte Programm soll am Montag, 22. Oktober, zwischen 11 und 15 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

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