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Aus der Stadt Lüttje Lage: Die E-Scooter rollen ohne uns
Hannover Aus der Stadt

Lüttje Lage: Die E-Scooter rollen ohne uns

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17:49 11.07.2019
Bernd Haase Quelle: HAZ

Ich fragte meine Frau, wie es um unsere Finanzen bestellt ist. „Für einen Kurzurlaub im Harz könnte es reichen, allerdings eher in Sorge oder Elend als in Königskrug“, antwortete sie. „In der Zeitung steht, man solle in der E-Scooter-Branche investieren. Das wird das nächste große Ding“, sagte ich.

Wir gehen bei unseren Investitionen konservativ vor, Sparkonto und so. Einzige Ausnahme ist der Bereich Pferderennen, den ich alleine verantworte und in dem ich bisher keine Reichtümer erwirtschaftet habe, um es zurückhaltend zu formulieren. Sämtliche Booms an den Börsen hingegen sind gekommen und gegangen, ohne dass wir davon profitiert hätten. Der eine oder andere von unseren Bekannten hat sich derweil die Taschen voll gemacht.

Und was ist im Winter?

„Ich denke, wir könnten bei den E-Scootern einsteigen, und zwar schnell, bevor die Kurse ins Unermessliche steigen“, sagte ich. Sie schüttelte energisch den Kopf. Die Dinger brauche kein Mensch wirklich, sie werden für noch mehr Chaos im Verkehr sorgen, erklärte sie. „Außerdem will ich mal sehen, was passiert, wenn es Winter wird“, meinte sie. Bei Eis, Regen und Schnee werde die Begeisterung der Menschen für E-Scooter rapide sinken.

Meinen Einwand, dass die Menschheit gerade ziemlich erfolgreich an der Abschaffung der Jahreszeiten in herkömmlicher Form arbeitet und dass es möglicherweise hierzulande bald gar nicht mehr regnet, wischte sie vom Tisch. Anstatt mich mit E-Scootern und Börsen zu beschäftigen, solle ich lieber die Fahrräder putzen.

Während ich das tat, überlegte ich, ob ich sie später für entgangene Aktiengewinne verantwortlich machen sollte. Werde ich aber nicht tun. Es besteht die Gefahr, dass sie sich im Gegenzug in den sensiblen Bereich Pferderennen einmischt.

Hier finden Sie weitere lustige Text aus unserer Serie.

Von Bernd Haase

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