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Aus der Stadt Lüttje Lage: Eine virtuelle Weihnachtsfeier
Hannover Aus der Stadt Lüttje Lage: Eine virtuelle Weihnachtsfeier
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20:38 19.12.2018
Die Lüttje Lage heute von Stephan Hartung Quelle: HAZ
Hannover

Wenn Weihnachten endlich da ist, dann geht sie zu Ende: Die schöne Zeit der Weihnachtfeiern in Beruf, Verein, Freundeskreis. Dabei kann man bekanntlich so einiges erleben –ich habe jetzt aber etwas erlebt, das war mir wirklich neu: eine rein virtuelle Weihnachtsfeier.

Um 13.30 Uhr begann die Weihnachtsfeier meiner Frau. Doch, durchaus dienstlich, auch wenn zu dieser Zeit eigentlich nur Weihnachtsfeiern im Seniorenheim beginnen. Meine Frau arbeitet öfters von zu Hause - aus dem „Home Office“, wie man heutzutage so sagt. Und weil das innerhalb ihres Personal-Teams auch für die vielen Kollegen zwischen Köln und Leipzig und von Bremerhaven bis Aschaffenburg gilt, ist das mit einem gemeinsamen Termin für eine Weihnachtsfeier schwer. Vom geeigneten Ort ganz zu schweigen. Also versammeln sich alle vor ihrem Computer, schalten sich in die Videokonferenz und werden ganz besinnlich. Und weil ich an diesem Tag selbst frei hatte, habe ich mir natürlich die virtuelle Weihnachtsfeier aus sicherer Entfernung angesehen.

Lieder gab es nicht, Kekse auch nicht. Immerhin: Die Kollegin aus Leipzig hatte sich einen Glühwein auf den Schreibtisch gestellt, die Mitarbeiterin aus Magdeburg nahm vor ihrer mit Sternen und Kerzen dekorierten Schrankwand Platz, meine Frau und andere Kollegen trugen eine Weihnachtsmütze. Da kam doch endlich Stimmung auf, zumal ein Weihnachtsgedicht in diversen Dialekten genauso erheiterte wie das Weihnachtsbingo. Inhalt des Spiels: Nenne möglichst viele Begriffe wie Prozesse, Kostenstellenstruktur oder DSGVO und hoffe auf eine Linie in waagerechter, senkrechter oder diagonaler Form.

90 Minuten später war die virtuelle Weihnachtsfeier vorbei. Dann ging es wieder an die Arbeit. In den nächsten Tagen soll übrigens noch ein Paket kommen. Mit Lebkuchen. Nicht virtuell, sondern wirklich physisch greif - und anbeißbar. Das wird ein Fest.

Von Stephan Hartung

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