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Aus der Stadt „Lüttje Lage“: Mein Plan für die Marienburg
Hannover Aus der Stadt „Lüttje Lage“: Mein Plan für die Marienburg
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16:53 13.03.2019
Simon Benne
Simon Benne Quelle: Franson
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Das trutzige Gebäude prägt die Skyline der Umgebung. Die Aussicht von den Türmen ist fantastisch, und die kühne Architektur ist ein Stück Stein gewordener Zeitgeist einer vergangenen Ära. Wirklich, ich mag das Ihme-Zentrum. Und trotzdem führte uns unser jüngster Familienausflug nicht nach Linden, sondern nach Pattensen. Zur Marienburg. Die hat im Grunde ganz ähnliche Qualitäten.

„Was glaubt Ihr, wird dieses Schloss wohl kosten?“, fragte ich im Auto meine Kinder, als sich die majestätische Silhouette der Burg am Himmel abzeichnete. „Zehn Millionen Euro“, schätzte die Erstgeborene. „Quatsch, mindestens 100 Millionen“, riefen die Mittelkinder. Nur mein kleiner Sohn blickte mit glühenden Wangen den Burgberg hinauf und malte sich Ritterabenteuer aus, die man für kein Geld der Welt kaufen kann.

Nun beobachte ich den Immobilienmarkt für Burgen und Schlösser eher am Rande, aber man weiß ja, dass Ernst August Erbprinz von Hannover jüngst versucht hat, die Burg zu einen symbolischen Preis zu verkaufen. „Einen Euro“, sagte ich also, „das ganze Schloss ist einen Euro wert.“ Erst wollten mir meine Kinder nicht glauben. Dann schwiegen sie andächtig, was sehr selten vorkommt.

An der Kasse bemerkten sie, dass eine Kinderkarte achtmal so viel kostet wie das ganze Schloss. Ungläubig rechneten sie durch, dass sie sich von ihrem Taschengeld spielend ein Dutzend Marienburgen leisten könnten. Im Innenhof erklärte ich ihnen dann, dass jede Epoche Immobilien hervorbringt, die sich von der Nachwelt nicht in allen Bereichen lukrativ vermarkten lassen. Und da fiel mir das Ihme-Zentrum wieder ein.

Ernst August senior will ja partout verhindern, dass sein Sohn die Burg verkauft. Vielleicht könnte der zornige Welfenchef in einem Ringtausch einfach das Ihme-Zentrum übernehmen. Dieses braucht schließlich einen Besitzer, der willens ist, seine Immobilien auf Dauer zu halten. In der Tiefgarage ließe sich sogar ein Kerker einrichten. Und Touristen werden in ein, zwei Jahrhunderten wie von selbst kommen.

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Von Simon Benne