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Aus der Stadt CDU fordert Abkehr von Fahrverboten
Hannover Aus der Stadt CDU fordert Abkehr von Fahrverboten
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18:56 26.06.2018
Auch auf der Marienstraße sollen einer wissenschaftlichen Studie zufolge die Stickstoffdioxid-Grenzwerte bis 2019 eingehalten werden. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Die CDU sieht keinen Sinn mehr darin, in Hannover über Fahrverbote für Dieselautos nachzudenken. „Der Oberbürgermeister und die Umweltdezernentin müssen nun umgehend Abstand von ihren Überlegungen zu Fahrverboten und Sperrungen für Diesel-Fahrzeuge nehmen“, sagt CDU-Umweltexperte Maximilian Oppelt. Anlass für seine Aufforderung ist eine Studie der Universität Duisburg-Essen, über die die HAZ kürzlich berichtete. Jetzt komme es darauf an, sagt Oppelt, Förderanträge zu stellen, um Projekte zur Luftreinhaltung zu finanzieren. Er denkt dabei an ein modernes Parkleitsystem und grüne Wellen, um den Verkehr zu verflüssigen. Nach der Sommerpause erwartet er von der Stadtverwaltung einen umfangreichen Bericht im Umweltausschuss.

Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Autor der Studie, geht davon aus, dass Hannover die Grenzwerte für das schädliche Stickstoffdioxid an allen Messstellen bis 2019 einhält. „Sie können in Hannover die Sektkorken knallen lassen“, sagte er gegenüber der HAZ. Bisher hatten Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) auf die Einführung einer blauen Plakette gehofft, um die Stickstoffdioxid-Werte kurzfristig senken zu können. „Das ist jetzt nicht mehr notwendig“, sagt Oppelt.

Von Andreas Schinkel