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Aus der Stadt MHH-Neubau: Regionsdezernent fordert neue Stadtbahn-Trasse
Hannover Aus der Stadt MHH-Neubau: Regionsdezernent fordert neue Stadtbahn-Trasse
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00:18 04.04.2019
Regionsdezernent Ulf-Birger Franz.
Regionsdezernent Ulf-Birger Franz. Quelle: Droese
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Herr Franz, der Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) soll am Stadtfelddamm entstehen. Was halten Sie als Verkehrsplaner der Region Hannover von dieser Entscheidung?

Wir begrüßen den Neubau sehr. Aus unserer Sicht ist das aber ein schwieriger Standort, weil es dort keinen direkten Nahverkehr gibt. Und solch eine wichtige Einrichtung wie die MHH braucht unbedingt einen leistungsfähigen direkten Anschluss mit einem Massenverkehrsmittel, also eine Stadtbahn. Busse allein genügen da nicht.

Wie ist die Situation aktuell?

Jetzt ist es so, dass die Roderbruchlinie die MHH sehr gut erschließt, in Spitzenzeiten steigen dort 250 Menschen aus einer einzigen Bahn. Solche Mengen kann man kaum angemessen mit Shuttle-Bussen befördern, jeder Umstieg geht zu Lasten der Attraktivität. Die Folge wäre, dass der öffentliche Nahverkehr zur MHH Fahrgäste verlieren und der Autoverkehr rund um den neuen Standort wachsen würde.

Hat die Region ihre Einwände während der langen Debatte um einen MHH-Neubau vorgetragen?

Wir haben, wie auch die Landeshauptstadt, während der Planungen darauf hingewiesen, dass aus Sicht des Nahverkehrs eine Variante an der Karl-Wiechert-Allee, also nahe an der bestehenden Stadtbahntrasse zum Roderbruch, die bessere Lösung wäre.Wir wollen die Verkehrswende vorantreiben. Die MHH braucht deshalb für Beschäftigte wie Patienten einen leistungsfähigen Nahverkehr.

Offenbar blieben diese Hinweise ungehört.

Eigentlich sollte man bei einem Projekt dieser Größe vorher klären, wie es an den Nahverkehr angebunden wird. Diese Einschätzung haben Region und Landeshauptstadt mehrfach vorgebracht. Ein Standort Stadtfelddamm müsste für eine angemessene Bedienung erst mit einer neuen Stadtbahntrasse erschlossen werden, für die es gegenwärtig kein Finanzierungsinstrument gibt. Dies wäre also nur denkbar, wenn Land und MHH den Bau finanzieren. Diese Kosten müssen in eine Standortbewertung mit einbezogen werden.

Von Gunnar Menkens