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Aus der Stadt Markt für Büros und Gewerbeflächen in Hannover boomt
Hannover Aus der Stadt

Markt für Büros und Gewerbeflächen in der Region Hannover erreicht Rekordniveau

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20:18 09.02.2020
Das größte Einzelprojekt der näheren Zukunft: Der hannoversche Maschinenbauer Krauss-Maffei Berstorff will den großen Hallen- und Bürokomplex an der Südseite der Gewerbe- und Logistikfläche Laatzen-Ost beziehen. Quelle: VGP
Hannover

Der Markt für Gewerbeimmobilien hat in der Region Hannover im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge ein Rekordniveau erreicht. Wie aus der Jahresbilanz der Wirtschaftsförderung hervorgeht, wurden sowohl bei Büroflächen als auch bei Logistik- und Industrieflächen so viele Flächen umgesetzt wie nie zuvor. „Das zeigt, wie dynamisch und attraktiv der Standort Hannover ist. Und es zeigt auch, dass viele Unternehmen in den kommenden Jahren mit weiterem Wachstum rechnen“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region. Im Deutschland-Vergleich liegt die Region nach eigenen Angaben auf Platz acht.

Büroflächen: Mit 198.000 Quadratmetern umgeschlagener Fläche ist der Umsatz im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um zehn Prozent gestiegen. Ähnliche Werte wurden außer für 2018 und 2019 nur für das Jahr 2011 verzeichnet. „Bemerkenswert ist, dass der Rekordwert fast ausschließlich durch Vermietungen erreicht wurde“, heißt es in dem Marktbericht. Nur 6000 Quadratmeter gehen auf das Konto von Unternehmen, die ihre Immobilie selbst nutzen wollen.

Kaum Leerstand in der Landeshauptstadt

In der Innenstadt Hannovers werden als Folge des Booms die Büroflächen knapp. Vermietet worden sind 2019 nur rund 14.000 Quadratmeter – gegenüber den zwölf Monaten zuvor weniger als die Hälfte. „An der Nachfrage liegt es nicht, das spiegelt sich in den Spitzenmieten wieder“, erklären die Wirtschaftsförderer. Mittlerweile werden in der City und deren Randgebieten Höchstmieten von 20 Euro pro Quadratmeter erreicht. Nur drei Prozent aller Büroimmobilien in der Landeshauptstadt stehen leer, damit ist diese Quote so niedrig wie nie zuvor.

Großprojekte bei den unmittelbaren Nachbarn

Der Mangel an Flächen hat in Hannover dazu geführt, dass die Umsätze stagnieren. Kompensiert wird dies von den unmittelbaren Nachbarn. Dort sorgen vor allem Einzelprojekte von Unternehmen wie dem Triebwerkspezialisten MTU Maintenance und dem Elektronikhändler Expert in Langenhagen oder dem Maschinenbauer Krauss-Maffei Berstorff in Laatzen für Rekordwerte.

Logistik und Industrie: Wegen der Lage an wichtigen Autobahnen bauen Investoren Hallen für die Logistik gerne in der Region; der Markt in diesem Segment wächst seit Jahren stetig. Mit 380.000 Quadratmetern Umsatz im Jahr 2019 wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr leicht übertroffen. Die Mieten blieben bei durchschnittlich 5,10 Euro pro Quadratmeter Hallenfläche in Toplage stabil.

Investition am Brinker Hafen

Wie bei den Büroflächen ist Krauss-Maffei Berstorff auch im Logistikbereich mit dem für 2022 geplanten Umzug von Hannover nach Laatzen für das größte Einzelprojekt verantwortlich. Aber auch im Gebiet der Landeshauptstadt entwickelt sich Neues: Am Brinker Hafen baut der Projektentwickler Bauwo eine Großimmobilie für den Kabelspezialisten Lapp.

Methodik: Für den Immobilienmarktbericht arbeiten die Wirtschaftsförderung von Stadt und Region Hannover sowie 26 Unternehmen aus der Branche zusammen. Das Beratungsunternehmen Bulwiengesa prüft die Ergebnisse und ergänzt sie bei Bedarf. Für Büroimmobilien werden die Stadt Hannover und die großen Anrainerkommunen Garbsen, Langenhagen und Laatzen betrachtet; für Logistik und Industrie die gesamte Region. Entscheidend für die Statistiker ist nicht die Fertigstellung einer Immobilie, sondern der Zeitpunkt, zu dem Miet oder Kaufverträge unterzeichnet werden.

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Von Bernd Haase

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