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Markthalle Hannover: Stadt und Betreiber arbeiten an Sicherheitskonzept für Silvesterparty

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15:21 24.05.2019
Die Markthalle gilt noch immer als „Bauch“ von Hannover, aber das Gebäude ist in die Jahre gekommen.
Die Markthalle gilt noch immer als „Bauch“ von Hannover, aber das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Die Markthalle gilt als „Bauch von Hannover“, doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Die Stadtverwaltung erstellt derzeit zusammen mit der Betreibergesellschaft der Markhalle ein Sicherheitskonzept. Damit soll verhindert werden, dass zur Silvesterparty in diesem Jahr nicht wieder etliche Besucher aus Brandschutzgründen draußen bleiben müssen. „Im Laufe des Jahres wird ein Antrag zum Betrieb der Markthalle an Silvester erwartet“, sagte die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) am Donnerstag im Rat auf Nachfrage der AfD. Dabei werde man auch die Aspekte Einlasskontrollen und Fluchtwege bewerten. Der Verwalter der Markthalle, Gerhard Schacht, wollte sich auf Nachfrage der HAZ nicht äußern.

Nur 900 Besucher zur Silvesterparty 2018 eingelassen

Anlass für die Nachfrage der AfD ist die misslungene Silvesterparty 2018. Die Stadt schrieb dem Verwalter der Markthalle vor, dass sich nur maximal 900 Menschen gleichzeitig in der Halle aufhalten dürfen. Grund waren Beschwerden in den vergangenen Jahren über überfüllte Gänge und massives Gedränge an den Ständen. Doch am Silvestertag blieben viele Gästetische leer, während sich vor den Türen Warteschlangen bildeten. Standbetreiber klagten über Umsatzeinbußen und drohen jetzt mit einem Boykott für die kommende Silvesterfeier

Eigentümer der Markthalle ist eine Gruppe von Unternehmern. Sie hat einen Erbbaupachtvertrag, der noch bis zum Jahr 2047 läuft. Als die Gruppe den Vertrag 1998 unterschrieb, verpflichtete sie sich, die Halle zu unterhalten, einen „Markthallen-typischen“ Betrieb zu gewährleisten und einen ausgewogenen Branchenmix sicherzustellen.

Toiletten in schlechtem Zustand

Inzwischen zweifeln Ratspolitiker, ob diese Vorgaben noch erfüllt werden. „Die Toiletten in der Markthalle sind in einem schlechteren Zustand als manche marode Schultoilette“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Auch habe er den Eindruck, dass deutlich mehr Stehtische als Marktstände in der Halle aufgebaut seien. Zudem seien Fluchtwege bisweilen mit Rollwagen zugestellt, wie sie für Anlieferungen verwendet werden.

Von Andreas Schinkel