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Aus der Stadt Das hat Greenpeace aus Maschsee & Co. gefischt
Hannover Aus der Stadt Das hat Greenpeace aus Maschsee & Co. gefischt
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00:24 26.07.2018
Was macht der Stuhl im See? Kanu-Sport-Club Jugendwart Falk Ruyter (24) hilft bei der Sammelaktion.
Was macht der Stuhl im See? Kanu-Sport-Club Jugendwart Falk Ruyter (24) hilft bei der Sammelaktion. Quelle: Nancy Heusel
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Ein Gartenstuhl, Einweggeschirr, Bierdosen und jede Menge Plastikflaschen und -tüten – Umweltaktivisten und Kanuten haben am Wochenende tonnenweise Müll aus Hannovers Gewässern gefischt. Am Nordufer zeigte Greenpeace die Funde aus dem Maschsee, der Ihme und der Leine. An der Sammelaktion hatten sich die Maschseeaufsicht, der Hannoversche Kanu Club von 1921, der Kanu Sport Club Hannover, den Paddel Klub Hannover sowie die Gastpaddlern des Gehörlosen-Sportvereins Braunschweig und des Kanu-Clubs Hameln beteiligt. Viele Menschen sagten, Plastikmüll in den Weltmeeren sei ein Problem anderer Länder, betonte Greenpeace-Sprecherin Michaela Jacobs, aber die Sammelaktion zeige, dass dies nicht so sei. Denn der Müll aus den städtischen Gewässern gelange über die Flüsse in die Meere. Durch den falsch entsorgten Plastikmüll würden ganze Ökosysteme bedroht, warnt die Umweltorganisation. Mikroplastik, winzige Plastikteilchen, seien in Tieren enthalten, die Menschen verzehrten. Es sei sogar bereits im Eis der Antarktis gefunden worden.

Glasflaschen statt Plastik kaufen, Zahnbürsten aus Bambus nutzen

Die gemeinsame Aktion von Umweltschützern und Kanuten hatten Nicola Dommus, die Sport- und Wanderwartin vom Kanubezirk Hannover, zusammen mit Nick Hutchings von Greenpeace Hannover organisiert. Bereits 2016 gab es ein ähnliches Projekt unter dem Titel „Wellemachen für den Schutz der Meere und für die Sauberkeit unserer Stadt“. Am 15. September will Greenpeace Jogger zum gemeinsamen Müllsammeln am Ihmeufer gewinnen. Interessierte Läufer sollten Handschuhe mitbringen, rät Sprecherin Jacobs. Weil man zum Müllsammeln nicht nur laufen, sondern sich auch bücken müsste, habe man gleich einen doppelten Trainingseffekt. Auch durch bewussteres Einkaufen könne man den Plastikverbrauch reduzieren, indem man Pfandflaschen aus Glas statt Einweg und zum Beispiel Zahnbürsten aus Bambus nutze.

Von Saskia Döhner