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Aus der Stadt Fitnessclub Aspria feiert zehnjähriges Bestehen
Hannover Aus der Stadt Fitnessclub Aspria feiert zehnjähriges Bestehen
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17:24 04.04.2019
Sportlich: Brina Morris (von links), Stefan Schostok und Thomas Strohmeyer. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Das Tagespensum hat Luise Drüke pünktlich zur Mittagszeit erledigt. Sanftes Zirkeltraining steht auf dem Fitnessprogramm der 70-Jährigen. Dreimal pro Woche tut sie ihrem Körper etwas Gutes, mit Rückenübungen, Pilates oder Aquagymnastik. „Sport ist für mich eine Lebensphilosophie – mir geht es blendend“, sagt die Seniorin. Über Kunden wie Luise Drüke freut man sich im Aspria. Seit der Eröffnung des Fitnessclubs am Maschsee vor zehn Jahren ist sie dort Mitglied. Auch die Uni-Dozentin im Ruhestand freut sich. Hat sie doch gerade Oberbürgermeister Stefan Schostok persönlich kennengelernt.

Aspria feiert Jubiläum am Maschsee-Strandbad

Der behält den Anzug an, er ist nicht zum Training gekommen. Mit Brian Morris, Chefmanager der britischen Aspria-Kette, und Geschäftsführer Thomas Strohmeyer macht er zum Jubiläum einen Rundgang durch die Räume am Strandbad. Jene Räume, die Schostoks Amtsvorgänger Stephan Weil vor einem Jahrzehnt eröffnet hatte. „Herr Weil hat damals gefragt, ob Aspria tatsächlich langfristig an dem Standort festhalten wird“, erinnert sich Morris, der am Donnerstag aus London angereist war. „Man sieht: Wir kamen, um zu bleiben. Es ist ein perfekter Ort.“ Rund 30 Millionen Euro habe Aspira bis dato in die Anlage investiert. Mit 6000 Mitgliedern – im Eröffnungsjahr waren es 2500 – sei der hannoversche Club „der erfolgreichste und auch der schönste“ im Unternehmen, ergänzt Strohmeyer. Das will etwas heißen, schließlich sind die anderen sieben Aspira-Ableger in Berlin, Hamburg, Mailand und Brüssel zu finden.

In der Einrichtung am Maschsee gibt es zwölf Sportzonen und viel Gelegenheit zum Entspannen.

Standort mit Geschichte

Schostok verteilt viel Lob für den Clubbetreiber. Schließlich, sagt er, hätten die Briten das „britisch aussehende Strandbad“ vor dem Verfall gerettet. Die denkmalgeschütze Anlage aus den Dreißigern, einst beliebter Treffpunkt für Badefreunde, dümpelte seit Jahren vor sich hin. Mehrere Investoren waren bereits abgesprungen, als Aspria 2007 die Übernahme ankündigte. Das Unternehmen stieg in den 58 Jahre laufenden Erbpachtvertrag mit der Stadt ein, musste sich in einem Rechtsstreit mit plötzlich wieder interessierten Konkurrenten auseinandersetzen – und steckte 24 Millionen Euro in Umbau und Sanierung der Bauten und des 33.000 Quadratmeter großen Geländes. Aspria renovierte auch den Strandbadturm (im Einklang mit dem Denkmalschutz in schlichterer Optik) und sagte zu, einen Teil des Bades weiter für die Öffentlichkeit zugänglich zu lassen – zu Preisen, die denen städtischer Freibäder vergleichbar sind. An diesem Konzept hat sich bis heute nichts geändert.

Wer sich aber auf 9000 Quadratmetern regelmäßig in den zwölf Trainingszonen, im 20-Meter-Pool oder bei einem der rund 150 Kurse fit halten will, muss für 130 Euro im Monat Mitglied bei Aspria sein. Wer jünger als 27 Jahre ist, zahlt 99 Euro; zudem gibt es Rabatte über Kooperationspartner von Firmen und Krankenkassen. Mit der aktuellen Mitgliederzahl sei man sehr zufrieden, sagt Geschäftsführer Strohmeyer. Zwischen 1000 und 1200 Gäste kämen täglich. Deutlich mehr sollen es auch nicht. Der Club wirbt damit, im Sport- wie im Sauna- und Spa-Bereich, im Restaurant oder auf der Terrasse nicht überlaufen zu sein.

Ärger mit Graugänsen

Immer wieder gab es am Strandbad Probleme mit Graugänsen und Enten, die Wasser und Sand mit ihren Hinterlassenschaften verunreinigten. Auch 2018 beschwerten sich Badegäste über Kot auf dem Gelände. Im Hinblick auf die kommende Badesaison erklärt Aspria, man habe das Problem im Griff. Der Club setzt ein Kotsammelgerät ein. Den Versuch, das Federvieh mit Hunden oder Falken zu vertreiben, hatte die Stadt Aspria untersagt. Der Denkmalschutz wiederum hatte Bedenken, die Wasserkante mit Strandgras zu bepflanzen, um die Gänse zu vertreiben. Der Konflikt sei inzwischen beigelegt, heißt es. jk

Club bietet auch eine Kita an

Seit vergangenem Dezember gibt es zudem eine Aspria-Kita mit speziellem Bewegungsangebot. Die wiederum ist für Kinder aller Familien offen, auch wenn ein großer Teil der Eltern im Club eingetragen ist. Die Kita mit 20 Plätzen soll laut Strohmeyer in diesem Jahr um zwei Gruppen aufgestockt werden. In ein bis zwei Jahren seien dann Anbauten geplant, um den Bereich für Yoga und andere Entspannungstechniken zu erweitern. „Wir werden in den nächsten Jahren weitere 3 bis 5 Millionen Euro investieren“, kündigt er an.

Von Juliane Kaune

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