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Aus der Stadt Maschseefest: Politiker fordern mehr Straßensperrungen
Hannover Aus der Stadt

Maschseefest: SPD will mehr Sperrungen in der Südstadt

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15:49 09.06.2019
Die Stadt wollte die Autofahrer beim Maschseefest im vergangenen Jahr zum Schützenplatz umleiten, so richtig ist das nicht gelungen. Quelle: picture alliance/dpa
Hannover

Die Politik erhöht den Druck auf die Verwaltung, schon beim diesjährigen Maschseefest in Hannover (31. Juli bis 18. August), Teile der Südstadt zeitweise zu sperren. Und es gibt eine große Einigkeit, den Bereich der westlichen Südstadt zumindest zeitweise abzusperren, um den Parkplatzsuchverkehr zu verhindern. Der Verkehrsexperte der SPD-Ratsfraktion, Lars Kelich, spricht sich für „weitgehende Absperrungen in den Abendstunden aus“. Ziel müsse es sein, den Autoverkehr aus dem Bereich der westlichen Südstadt komplett herauszuhalten, erläuterte Kelich.

Shuttleservice von den Parkhäusern?

Vorstellbar sei, neben dem Schützenplatz auch auf Parkhäuser wie die in der Osterstraße und in der Schmiedestraße für Maschseefestbesucher zu verweisen. Von dort könnte dann ein Shuttle-Service zum Maschsee eingerichtet werden. „Die Anlieger dürfen nicht noch zusätzlich belastet werden“, betont Kelich. Er kann sich vorstellen, neben der westlichen Südstadt auch andere Straßen wie die Willy-Brandt-Allee zu den Zeiten mit dem größten Andrang beim Maschseefest abzuriegeln. Bei anderem Veranstaltungen würden in Hannover auch Straßen gesperrt, dann sei das auch beim Maschseefest möglich, erläutert er.

Die Stadt wollte die Autofahrer beim Maschseefest im vergangenen Jahr zum Schützenplatz umleiten, so richtig ist das nicht gelungen. Quelle: Tim Schaarschmidt

Der SPD-Politiker forderte die Verwaltung auf, ein Konzept vorzulegen, wie mit der Situation in der westlichen Südstadt umgegangen werden soll, die sich nach seinen Angaben in den vergangenen Jahren verschärft hat. „Das ist eine Entwicklung, der jetzt begegnet werden muss“, erläutert Kelich, im Gespräch mit der HAZ. Allerdings hat er Zweifel, ob Änderungen schon zum diesjährigen Maschseefest möglich seien.

FDP: Verwaltung muss Haltung aufgeben

Unterstützung kommt von der FDP. Die Stadtverwaltung müsse ihre bisherige Haltung aufgeben und „eine temporäre Sperrung der westlichen Südstadt“ prüfen, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Er verweist auf eine Diskussion im Stadtbezirksrat Südstadt Bult, in dem sich eine breite Mehrheit für Sperrungen ausgesprochen hat. Das Maschseefest müsse für alle eine gelungene Veranstaltung sein, auch für die Anwohner.

Und auch die Grünen sind dafür, zu den Spitzenzeiten des Maschseefestes nur noch Anwohner in den Bereich fahren zu lassen, diesem aber für den Rest des Verkehrs komplett zu sperren. Eine Entspannung der Lage erhofft sich Fraktionschefin Freya Markowis auch vom Anwohnerparken, das derzeit vorbereitet wird. Dann können Anwohner gegen eine Jahresgebühr parken, alle anderen müssen Parkscheine kaufen. Außerdem könnten Festbesucher auch mit dem Fahrrad kommen, sagt die Grünen-Verkehrsexpertin Elisabeth Clausen-Muradian.

Südstadt wird zugeparkt

Die CDU-Ratsfraktion schlägt vor, beim Maschseefest die Parkgebühr auf dem Schützenplatz zu streichen. Außerdem müsste es Zufahrtsbeschränkungen für die Südstadt geben, fordert der Verkehrsexperte der CDU, Felix Semper. „Allerdings ist die Frage, wie man überprüfen kann, dass dann tatsächlich auch nur noch Bewohner in diesen Bereich fahren“, meint er.

Wie berichtet, lehnt die Stadt für dieses Jahr Sperrungen des Bereiches ab. Anwohner beklagen seit Jahren die Verkehrssituation während des Festes. An den Abenden würden viele Autos auf der Suche nach einem Parkplatz durch die westliche Südstadt kurven, jede freie Ecke werde zugeparkt, auch abgesenkte Bordsteine oder Garageneinfahrten.

Von Mathias Klein

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