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Aus der Stadt Darum fahren die Üstra-Schiffe nicht mehr
Hannover Aus der Stadt Darum fahren die Üstra-Schiffe nicht mehr
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00:15 27.08.2018
Boot der Üstra-Flotte auf dem Maschsee. Quelle: Heidrich
Hannover

Die Üstra stellt die Maschseeschifffahrt bis auf Weiteres ein. Aufgrund des anhaltenden niedrigen Wasserstandes des Maschsees können die Boote der Maschseeflotte ab Montag, 27. August, nicht mehr auslaufen. Der Linienverkehr und auch die Brunchfahrten werden somit eingestellt. Nicht betroffen sind bislang die gebuchten Fahrten sowie die standesamtlichen Trauungen auf dem Solarboot. Dass die Boote wegen Niedrigwassers nicht mehr fahren können, ist in der 73-jährigen Geschichte der Maschseeschifffahrt einmalig.

„Unser großes Ziel war es, die Schifffahrt während des Maschseefestes aufrechtzuerhalten. Dies ist uns unter hohen Anstrengungen gelungen, obwohl die Witterungsbedingungen bereits seit einigen Wochen sehr extrem waren“, sagt Üstra-Chef Volkhardt Klöppner. Während des Maschseefestes musste der Fahrplan bereits eingeschränkt werden. Zwei der vier Boote konnten aufgrund ihres Tiefgangs zeitweise nicht mehr fahren. Außerdem konnte der Anleger Strandbad nicht mehr angefahren werden, so dass die Schiffe ersatzweise am Anleger Löwenbastion hielten.

Die beiden größten der insgesamt vier Schiffe, die „Deutschland“ und die „Niedersachsen“ liegen derzeit vor dem Bootshaus vor Anker. Das Bootshaus können sie wegen des niedrigen Wasserstandes nicht mehr erreichen. Beide Schiffe haben einen Tiefgang von 1,10 Meter, je nach Anzahl der Passagiere können bis zu 20 Zentimeter dazu kommen.

Bleibt Betrieb bis Saisonende eingestellt?

Auch die beiden kleineren Boote, die „Hannover“ (mit einem Tiefgang von 91 Zentimetern) und das Solarboot „Europa“ (75 Zentimeter) haben inzwischen erhebliche Schwierigkeiten, vor allem an den Anlegern. Die dortigen Magnete, die die Boote während des Aus- und Einsteigens am Steg festhalten, liegen wegen des gesunkenen Wasserstands inzwischen zu hoch.

Die Üstra, befürchtet, dass sich der Wasserstand in absehbarer Zeit nicht wesentlich verbessert, auch wenn ein bisschen Regen vorhergesagt sei, sagt Unternehmenssprecherin Katja Raddatz. Die Schauer am Freitag hätten nichts genützt. „Es wird auch nichts helfen, wenn es zwei oder drei Tage am Stück regnet“, betont sie. Derzeit sei nicht abschätzbar, ob der Betriebe vor dem Saisonende Ende Oktober wieder aufgenommen werden kann.

Eigentlich müsste der Wasserstand kein Problem sein, denn die Stadt könnte aus den Ricklinger Teichen Wasser in den Maschsee pumpen, bis zu 36.000 Kubikmeter pro Tag, um den Wasserstand des künstlichen Gewässers aufzufüllen. Üblicherweise pumpt die Stadt pro Jahr 700.000 Kubikmeter von den Ricklinger Teichen in den Maschsee. Derzeit ist das aber nicht erlaubt, weil der Maschsee ein EU-Badegewässer ist, dort hat das derzeit mit Blaualgen belastete Wasser aus den Ricklinger Teichen nichts zu suchen.

Von Mathias Klein

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