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Aus der Stadt Maserati-Bande hat es auf Lenkräder von Sportwagen abgesehen
Hannover Aus der Stadt Maserati-Bande hat es auf Lenkräder von Sportwagen abgesehen
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19:05 13.03.2019
Außen unbeschädigt, aber innen ohne Lenkrad: Der Maserati des Arnumer Gastronomen wird abgeschleppt. Quelle: Foto: Michael Thomas
Hannover

Autoaufbrecher haben es derzeit offenbar gezielt auf die Lenkräder teuer Autos abgesehen. In den vergangenen Tagen waren zwei Maserati und ein BMW Ziel der Attacken. Die Täter verschafften sich bei einem bekannten Gastronom aus Hemmingen-Arnum und bei einem Rechtsanwalt in Döhren Zutritt zu zwei Maserati und entwendeten jeweils das Lenkrad. In Hemmingen war zudem auch der BMW betroffen. Die Polizei beziffert den Schaden zunächst auf 6500 Euro, allerdings dürfte er deutlich höher liegen. Die Beamten prüfen derzeit auch, ob eine Bande am Werk ist, die das sogenannte Keyless-Go-System überlistet hat, mit dem sich Autos ohne Schlüssel öffnen lassen.

Die Täter hatten es auf das Lenkrad abgesehen

Lenkraddiebstahl: Alarmanlage hat nicht ausgelöst

Die erste Tat ereignete sich in der Nacht zu Sonntag zwischen 2 und 8 Uhr im Hemminger Ortsteil Arnum. Die Täter brachen einen Maserati-Levante (Listenpreis: ab 74 000 Euro) auf, der in einer Garageneinfahrt abgestellt worden war. Dann bauten sie das Lenkrad des Sportwagens aus und flüchteten. „Ich habe nichts davon bemerkt, obwohl mein Schlafzimmer nur durch eine Wand von der Garagenauffahrt getrennt ist“, sagt der Gastronom. Auch die Alarmanlage des Autos habe nicht ausgelöst. Ein Nachbar hatte ihn am Sonntag gegen 8 Uhr auf die nur angelehnte Fahrertür des Wagens aufmerksam gemacht. Beim Nachsehen entdeckte der 64-Jährige das fehlende Lenkrad. „Der Wagen ist ansonsten nicht beschädigt, die Täter müssen die Tür mit einem Computer geöffnet haben“, sagt der Gastronom.

Diesem Verdacht geht die Ermittlungsgruppe Kfz der Polizeidirektion nach. Die Fahnder prüfen, ob die Täter die Daten des schlüssellosen Keyless-Go-Systems der Fahrzeuge per Computer ausgelesen haben. Die Behörde warnt Autofahrer seit Langem davor, sich Fahrzeuge mit diesem System zuzulegen, weil die Technik derzeit noch zu anfällig sei. Beim schlüssellosen Auto können die Täter mit sogenannten Funkstreckenverlängerern die Kommunikation zwischen Autoschlüssel und Bordelektronik auslesen, weil die Schlüssel dieser Fahrzeuge dauerhaft Signale an das Auto senden. Autodiebe machen sich das zunutze.

Garage ist zu schmal für Luxuswagen

Inzwischen hat der Gastronom aus Hemmingen einen Rückruf von Maserati bekommen. 6000 Euro muss der 64-Jährige für den Einbau des neuen Lenkrades bezahlen. „Bei meinem Nachbarn steht auch ein Maserati vor dem Haus. Ich habe am Sonntag gleich nachgesehen – da ist nichts passiert“, sagt er. Ob er künftig seinen Wagen in die Garage stellen will, ist trotz des Vorfalls noch offen. „Ich komme mit dem Levante zwar in die Garage, dann aber selbst nicht raus, weil die Garage nicht für so ein Auto gebaut ist“, sagt der Gastronom.

In der Nacht zu Dienstag kam es in der Frankenfeldstraße in Döhren zu einem ähnlichen Vorfall. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr verschafften sich die Autoknacker Zutritt zu dem Maserati und nahmen auch in diesem Fall das Lenkrad des Wagens mit. Die Polizei hat in allen Fällen Untersuchungen wegen des Verdachts des schweren Diebstahls eingeleitet. Die Ermittler suchen dringend Zeugen. Hinweise nimmt die Kripo unter (05 11) 1 09-55 55 entgegen.

Von Tobias Morchner

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