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Aus der Stadt Schüler mögen das abstrakte Rechnen
Hannover Aus der Stadt

Mathematik ohne Grenzen: In der Schillerschule werden die Landessieger prämiert

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00:18 23.05.2019
Sie mögen das Abstrakte (v.l. untere Reihe): Charles (16), Kiriakos (16) und Paula (16), obere Reihe (vl.l.) Bahar (15), die Abiturienten Cornelius und Pia (beide 18) und Pascal (16). Quelle: Saskia Döhner
Hannover

Pia, Abiturientin von der Schillerschule, lobt die Unbestechlichkeit der Zahlen: „Es gibt immer nur eine richtige Lösung.“ Immerhin gebe es eine Lösung, ergänzt die 15-jährige Bahar, Gymnasiastin aus Gifhorn: In anderen Fächern wie zum Beispiel Erdkunde und Werte und Normen sei manchmal die Antwort auf die gestellte Frage gar nicht klar. Sie findet theoretische Mathematik deutlich besser als die praktische. Berechnungen wie etwa ein Architekt möchte sie gar nicht durchführen.

Landessieger aus der Bismarckschule

Am Montag sind in der Schillerschule die Landessieger des Wettbewerbs Mathematik ohne Grenzen“ geehrt worden. Mitgemacht haben in diesem Jahr 143 Klassen der Jahrgänge 10 und 11 mit insgesamt fast 3400 Schülern. Sieger werden eine elfte Klasse der hannoverschen Bismarckschule sowie eine 10. Klasse des Lüneburger Johanneums. Der 1. Platz ist mit jeweils 500 Euro dotiert. In der Juniorvariante des Wettbewerbs, bei der 60 Klassen beteiligt waren, gewinnen eine 5. Klasse der Schillerschule und eine 6. Klasse vom Göttinger Felix-Klein-Gymnasium.

Bei dem Wettbewerb haben weltweit rund 9000 Klassen in 30 Ländern am selben Tag dieselben Aufgaben gelöst – insgesamt rund 214.00 Schüler. In Niedersachsen wird der Wettbewerb von der Mathematikfachgruppe der Schillerschule veranstaltet, finanzielle Unterstützung kommt von der Stiftung NiedersachsenMetall.

Sieger erhalten Geld für die Klassenkasse

Pascal, ein 16-jähriger Zehntklässler vom Otto-Hahn-Gymnasium in Gifhorn, mag das abstrakte Rechnen. Auch Kiriakos (16) schätzt es, mathematische Beweise zu führen und über Dinge nachzudenken, die es in der Realität gar nicht gibt. „Zum Beispiel Punkte im Unendlichen.“ Auch Paula gefällt die Mathematikstunde als Auszeit von der Wirklichkeit: „Da kann man mal logisch Probleme herleiten, die es in der Wirklichkeit so gar nicht gibt.“ Die Zahlenfans des Gifhorner Gymnasiums werden am Ende Dritte – gemeinsam mit einer 10. Klasse des Lüneburger Gymnasiums Johanneum. Für die Klassenkasse gibt es jeweils 200 Euro. Auf den zweiten Platz kommen das Theodor-Heuss-Gymnasium aus Göttingen und eine 11. Klasse des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums.

„Schwächere und stärkere Schüler im Blick haben“

Für Cornelius (18), Abiturient der Schillerschule, ist der Weg das Ziel in der Mathematik. Und wenn der Schüler den nicht selbst finde, müsse der Lehrer in der Lage sein, ihm den Weg zu zeigen. „Im Zeitalter der Digitalisierung kann man die Lösungen zu allen Aufgaben irgendwie googlen, ein Lehrer sollte den Schülern zeigen, wie sie an Probleme herangehen müssen.“ Ein guter Lehrer müsse den Schülern, die Angst vor Mathe hätten, diese nehmen, sagt Pia (18) – er müsse aber auch die stärkeren Schüler fordern. Gerhard Gerlich (47), der Mathematiklehrer der Gifhorner Klasse, drückt es so aus: „Man muss das lieben, was man unterrichtet.“

3400 Schüler aus Niedersachsen haben beim Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ mitgemacht. In der Schillerschule sind am Montag die Siegerteams ausgezeichnet worden.

Von Saskia Döhner

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