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Aus der Stadt So bewertet die Stadt Hannover die Wohnqualität in Ihrer Nachbarschaft
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Mietspiegel Hannover: So bewertet die Stadt die Wohnqualität in Ihrer Nachbarschaft

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10:28 08.09.2019
Nicht überall gleich hochwertig: Wohnen in Hannover. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Wie teuer darf die Miete in meiner Straße sein? Für den Mietspiegel hat die Stadt alle knapp 4000 Straßen Hannovers in Wohnqualitäten eingeteilt, aus denen sich anhand einer Tabelle (siehe unten) die gesetzlich zulässige Miethöhe errechnen lässt. Erstmals machen wir dieses Straßenverzeichnis hier interaktiv zugänglich: Durch Eingabe eines Straßennamens erhalten Sie die Zuordnung, ob es sich um eine „gute“ oder „normale“ Wohnlage handelt. Die Einstuftung folgt nach Kriterien wie Zentralität, Bauweise und Baudichte, der Infrastruktur, aber auch Beeinträchtigung etwa durch Lärm.

Um aus der Qualität der Wohnlage dann die gesetzlich zulässige Miethöhe zu errechnen, benötigt man die beiden Tabellen des Mietspiegels (siehe unten). Sie legen in Kombination von Baujahr und Wohnungsgröße für die jeweilige Wohnlagenqualität eine durchschnittliche Vergleichsmiete fest. Unter den Tabellen präsentieren wir Ihnen einige Beispielrechnungen, in die dann auch die 20 Ausstattungsmerkmale einfließen, die der Mietspiegel zugrunde legt.

"Normale" Wohnlage: So teuer sind die Wohnungsmieten laut Mietspiegel in Hannover

Die Tabelle zeigt die gesetzlich erlaubten Mietpreise pro Quadratmeter laut Mietspiegel 2019. Der erste Wert in den Preisfeldern zeigt den Mittelwert, die beiden Werte danach die mögliche Preisspanne. Um alle Einträge zu sehen, verschieben Sie die Tabelle ggf. nach links und rechts.

"Gute" Wohnlage: So teuer sind die Wohnungsmieten laut Mietspiegel in Hannover

Die Tabelle zeigt die gesetzlich erlaubten Mietpreise pro Quadratmeter laut Mietspiegel 2019. Der erste Wert in den Preisfeldern zeigt den Mittelwert, die beiden Werte danach die mögliche Preisspanne. Um alle Einträge zu sehen, verschieben Sie die Tabelle ggf. nach links und rechts.

Einige Beispiele zur Berechnung der Miethöhe:

Nehmen wir uns als Beispiel eine 60 Quadratmeter große Altbauwohnung am Altenbekener Damm mit Baujahr 1935. Er gehört laut Straßenverzeichnis zur „guten“ Wohnlage. Das arithmetische Mittel aller für den Mietspiegel erhobenen Mieten beträgt hier 7,33 Euro. Das ist die ortsübliche Vergleichsmiete (Kaltmiete pro Monat), von der ein Vermieter bei der Neuvermietung maximal um 10 Prozent abweichen darf. Die legale Spannweite der Mieten beträgt 5,71 bis 9,22 Euro.

Anhand von 20 Ausstattungskriterien lässt sich laut Mietspiegel ermitteln, wie hoch die konkrete Miete wirklich sein darf. Die Kriterien sind etwa Bad mit Fenster, Stromleitungen unter Putz, Aufzug im Haus oder abschließbarer Fahrradabstellraum. Wenn der Vermieter viele dieser Punkte nachweisen kann, darf er seine Mietforderung in den oberen Bereich der Spannweite ausdehnen. Kann der Mieter nachweisen, dass etliche Punkte nicht erfüllt sind, kann er die Miete (auch nachträglich!) unter den Mittelwert drücken.

Läge die gleiche Wohnung am Pfarrlandplatz in Linden, der nur als „normale“ Wohnlage einsortiert ist, läge der arithmetische Miet-Mittelwert bei 6,26 Euro, die Spannweite würde 5,16 bis 8,15 Euro umfassen. Im Mittel wäre eine Wohnung hier also etwa einen Euro günstiger.

Wäre die Wohnung am Pfarrlandplatz hingegen nach 2010 errichtet worden, wäre der Mittelwert der Mieten 9,60 Euro, bei einer Größe von mehr als 85 Quadratmetern betrüge er sogar 10,10 Euro. Die Wohnung am Altenbekener Damm dagegen würde als Neubau bei mehr als 85 Quadratmetern sogar 12,08 Euro Miete rechtfertigen – und wenn alle Ausstattungskriterien erfüllt wären sogar 14 Euro.

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