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Aus der Stadt Neuer Mietspiegel für Hannover: Wohnen 6,1 Prozent teurer
Hannover Aus der Stadt Neuer Mietspiegel für Hannover: Wohnen 6,1 Prozent teurer
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00:15 29.11.2018
In fast allen Wohnlagen Hannovers sind die Vergleichsmieten gestiegen. So auch hier in der Podbielskistraße. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete, die den Rahmen für Mietforderungen absteckt, ist in der Landeshauptstadt in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich um 6,1 Prozent auf 6,91 Euro gestiegen. 2017 lag der Wert noch bei 6,51 Euro. Das geht aus dem Mietspiegel hervor, den Region und Stadt aktualisieren lassen haben. Er muss noch vom Rat beschlossen werden und soll am 1. Februar kommenden Jahres in Kraft treten.

Für den Mietspiegel wird die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter herangezogen. Zur Ermittlung hat eine von der Region geleitete Kommission insgesamt 5708 Mieten ausgewertet. Sie sind per Fragebogen erhoben worden, den 2256 Mieter und 3452 Vermieter ausgefüllt haben. Die für neue Mietverträge oder Erhöhungen maßgeblichen Vergleichsmieten weichen je nach Baujahr einer Immobilie, Lage und der Ausstattung der Wohnung vom Durchschnittswert ab.

Rund 14 Euro pro Quadratmeter in guter Wohnlage

So liegt der Spitzenwert, fällig für eine später als im Jahr 2010 errichtete Wohnung mit mindestens 85 Quadratmeter Fläche in guter Wohnlage, bei 14 Euro, wenn zahlreiche Ausstattungskriterien erfüllt sind. Als gute Wohnlagen werden etwa innenstadtnahe Quartiere, solche rund um die Eilenriede sowie Wülferode und Isernhagen-Süd eingestuft.

In der Regel dürfen Mieten bei neu abgeschlossenen Verträgen die Vergleichsmiete um höchstens zehn Prozent übersteigen. Damit Betroffene sich über die Summen informieren und den für sie maßgeblichen Wert ermitteln können, wird die Stadt eine Broschüre herausgeben, sobald der Rat die Angelegenheit behandelt hat. Sie ist dann auch im Internet einsehbar. Seit Einführung der Mietspiegel im Jahr 2011 ist in Hannover spürbar weniger um Mietverträge vor Gericht prozessiert worden.

Bundesweit betrachtet bleibt Wohnen in Hannover günstiger als in den meisten Großstädten. Die durchschnittliche Vergleichsmiete liegt etwa in München bei 10,22 Euro, gefolgt von Stuttgart, Köln und Hamburg. Hannover liegt auf Platz elf vor Dresden, Duisburg, Dortmund und Leipzig, das auf einen Wert von 4,86 Euro kommt.

So steigen die Mieten – drei Beispiele

Die Vergleichsmieten werden anhand vieler Faktoren berechnet. Drei vereinfachte Beispiele. Eine zwischen 1919 und 1948 errichtete 50-Quadratmeterwohnung in normaler Lage kostete bisher durchschnittlich 6 Euro Quadratmeter-Kaltmiete, ab 2019 sind es 6,26 Euro. In guter Wohnlage klettert der Preis von 7,12 auf 7,33 Euro. Bei einer bis 1994 errichteten Wohnung gleichen Typs steigt der Preis von 7,85 auf 8,13 Euro.

Von Bernd Haase

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