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Aus der Stadt Misshandlungsvorwürfe: Jugendliche in Rumänien sollen bald zurück
Hannover Aus der Stadt

Misshandlungen: Jugendliche in Rumänien sollen bald zurück

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20:00 15.10.2019
In diesem rumänischen Kinderheim sollen Jugendliche angeblich gequält worden sein. Quelle: Jutta Rinas
Hannover

Nach schweren Misshandlungsvorwürfen gegen ein Jugendheim in Maramureshat die deutsche Botschaft Kontakt zu den Jugendlichen aufgenommen, die von rumänischen Behörden in Obhut genommen wurden. Das Heim war nach Angaben einer Sprecherin auch Thema im Sozialausschuss des niedersächsischen Landtags.

Heimleiter weiter in Haft

Wie das Sozialministerium dort berichtete, sollen die Jugendlichen bald zurück nach Deutschland kommen können. Der deutsche Leiter des Jugendheims in der Region Maramures, Bert S., sitzt weiter in Untersuchungshaft. Zwei Kinder aus Niedersachsen wollen weiter in dem Land bleiben. Sie seien inzwischen von den zuständigen Jugendämtern und einem Vater besucht worden, teilte eine Sprecherin des Sozialministeriums mit.

Ministerin Carola Reimann drängt überdies auf eine Verschärfung der Kontrollen bei Auslandsunterbringungen von Jugendlichen. So sollten die Jugendliche bei den halbjährlichen Hilfeplangesprächen dabei sein, sagte sie gegenüber dieser Zeitung. Außerdem solle es unangekündigte Besuche geben, Jugendamtsmitarbeiter sollten regelmäßig die Auslandseinrichtung persönlich in Augenschein nehmen.

Razzia nach Beschuldigungen

Träger des Heims in Maramures ist die in Bothel (Landkreis Rotenburg) ansässige Kinder- und Jugendhilfe Wildfang. Sie hatte Kinder aus ganz Deutschland vermittelt. In dem Heim werden auffällige Jugendliche betreut, die Probleme mit Drogen, Gewalt oder Kriminalität haben. Zuletzt waren dort niedersächsische Jugendliche aus Aurich, Leer, Cuxhaven und Wilhelmshaven untergebracht. Ende August hatte die rumänische Staatsanwaltschaft eine Razzia in dem Kinderheim vorgenommen, nachdem Jugendliche schwere Beschuldigungen erhoben hatten. So soll es in der Einrichtung zu massiven Misshandlungen gekommen sein: Nahrungsentzug, Isolationshaft, Schläge, ja sogar Sklaverei lauten die Vorwürfe.

Von Jutta Rinas

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