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Aus der Stadt Eugenesen verkaufen viele bunte Kostüme
Hannover Aus der Stadt Eugenesen verkaufen viele bunte Kostüme
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18:00 03.02.2019
Eugenesen: Kerstin Stadermann, eine der Näherinnen des Vereins, in einem selbst genähten Kostüm. Quelle: Nele Schröder
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Mitttelfeld

Die Innenräume der Karnevalsgesellschaft Eugenesen Alaaf strotzen nur so von Farben. Auf zahlreichen Ständern hängen Kostüme, jedes davon mit einem anderen Muster, aus einem anderen Material, in einer anderen Farbe. Ein spanisches Tänzerkleid aus tiefrotem Stoff, verziert mit einer hellroten Federboa, ein quietschgrüner Froschanzug, ein knappes Hula-Kleid aus flatternden Bändern. Die Narren des KG Eugenesen Alaaf hatten am vergangenen Wochenende zu einem Kostümverkauf eingeladen. Im dritten Jahr in Folge hatten Schnäppchenjäger nun die Möglichkeit, handgefertigte Kostüme anzuprobieren und zu einem günstigen Preis zu kaufen. Zwischen einem und 25 Euro kostet ein Kostüm, je nach Rafinesse und Material. Die Kostüme stammen aus dem Fundus des Vereins, jedes von ihnen wurde mindestens einmal getragen.

Viel Handgefertigtes

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„Wenn wir diesen Verkauf nicht machen würden, dann würde uns der Fundus überquellen“, sagt Anja Zschaubitz, die Medienbeauftragte der KG Eugenesen. „Man könnte sie natürlich auch wegschmeißen, aber das wäre einfach zu schade.“ Deshalb entschied sich der Verein vor drei Jahren, einiges aus dem Fundus zu verkaufen. Dabei hat jedes der Kostüme etwas Handgefertigtes an sich. Viele von ihnen wurden von den Schneidern des Vereins angefertigt, einige sogar maßgeschneidert. Selbst gekaufte Kostüme wurden nicht einfach getragen, sondern mit zusätzlichen Pailletten, Zubehör oder Federn verziert.

Viele bunte Kostüme wurden angeboten. Quelle: Katrin Kutter

Mehr als 200 Kostüme stehen dieses Mal zum Verkauf. Der Erlös kommt dem Verein zugute und wird in die Anfertigung neuer Kostüme gesteckt. Bei den Besuchern kommt das Angebot des Kostümflohmarkts gut an, viele sind mit ihren Kindern da. Die Kunden unterhalten sich munter mit den Vereinsmitgliedern, man kennt sich. Durch den Raum fliegen Unterhaltungen über Karnevalspläne. „Das hier sind aber eher Frauensachen, oder?“, fragt ein Mann und deutet auf einen Ständer mit langen Kleidern. „Nicht wirklich, die ziehen auch Männer sehr gerne an“, antwortet Kerstin Stadermann, eine der Näherinnen des Vereins. „Würde Ihnen bestimmt auch gut stehen.“

Neben den Kostümen werden auch Stoffe und Accessoires angepriesen, alles davon zu kleinen Preisen. Trotz der etwas abgelegenen Lage und dem Schmuddelwetter kommt der Verkauf gut an. „Wir rechnen mit um die 40 Verkäufen“, schätzt Zschaubitz. „Das klingt jetzt vielleicht nicht nach viel, aber wir freuen uns über jeden.“ Sie lächelt. „Jeder Cent zählt.“



Von Nele Schröder