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Aus der Stadt Das sind die besten Outfits des Maschseefests
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Mode: Das sind die besten Outfits des Maschseefests

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17:01 11.08.2019
Luisa Verfürth sucht die besten Maschseefest-Looks. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Dass sie sich mit Mode auskennt, sieht man der Stylistin und Modejournalistin Luisa Verfürth sofort an. Lässig steht sie an einer der Steinfiguren an der Löwenbastion, trägt ein geblümtes Kleid, einen knallgelben Blazer, einen schwarzen Hut und große Ohrringe. 2018 wurde die 34-Jährige in der gleichnamigen Fernsehsendung zur Shopping Queen gekürt. Wer könnte sich also besser eignen, um bei einem Rundgang über das Maschseefest herauszufinden, wie modisch die Leute dort unterwegs sind?

Verstohlen sieht Verfürth sich in der Löwenbastion um. An der Treppe entdeckt sie die 27-jährige Vivien Schmees aus Wülfel. Sie trägt einem langen beigen Rock, ein langes schwarzes Oberteil mit Aussparungen an den Ellenbogen, einen schwarzen Hut und einem Hund auf dem Arm. „An ihrem Look finde ich ganz toll, dass sie sich mit den Details so viel Mühe gegeben hat“, sagt Verfürth. Schmees trägt zum Outfit noch Netzstrümpfe, Sneakers, große Ohrringe und eine Tasche. „An dem Look gibt es viel zu entdecken und man guckt einfach hin“, sagt Verfürth. „Und das beste Accessoire ist natürlich der Hund.“

Vivien Schmees überzeugt die Modeexpertin durch ihre Detailverliebtheit. Quelle: Samantha Franson

Neben der Konzertbühne sieht Verfürth einen jungen Mann mit Lederjacke, gegelten Haaren, grauer Jeans und Boots. Der 20-Jährige heißt Jerome Reger und kommt aus Celle. „Eigentlich habe ich mich gar nicht schick gemacht“, lacht er. „Ich hab doch nur ein Unterhemd an.“ Verfürth findet das Outfit trotzdem gelungen. „Er trägt viele Trendteile und er strahlt einfach aus, dass ihm sein Look wichtig ist. Das ist cool.“

Jerome Reger ist eher der coole und lässige Typ. Quelle: Samantha Franson

Weit kommt Verfürth nicht, da springt sie schon auf zwei Besucher zu, die gerade Richtung Löwenbastion schlendern. „Der Herrenlook ist mit sofort ins Auge gesprungen“, sagt sie. „Die Weste mit dem Karomuster und die dazu passende Hose sind toll.“ Dazu trägt er eine honigfarbene runde Brille, eine wärmende Weste und schwarze Lederschuhe. Aus seiner Westentasche blitzt eine silberne Zigarettendose hervor. „Das Outfit spielt mit Stilbrüchen und wirkt dadurch nicht perfekt. Gerade das macht aber den Hingucker aus“, sagt Verfürth. Der 70-jährige Gerd Ruscher aus Bothfeld winkt ab: „Ich mach mich doch nur für meine Begleitung so schick, damit sie mich noch mitnimmt.“

Andrea Lautenbach und Gerd Ruscher überzeugen die Expertin mit ihrem Stilmix. Quelle: Samantha Franson

Besonders kombinierfreudig ist auch Melissa Bentz. „Ich trage gern, was andere nicht so tragen und ziehe mich an, wie ich mich fühle“, sagt die 22-Jährige aus Celle. Heute sind es eine karierte Hose, eine weiße Bluse mit gezeichneten Gesichtern darauf, rote Tasche und Ohrringe und schwarze Boots geworden. „Das ist ein punkiger London-Look“, sagt Verfürth begeistert. „Er sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch praktisch.“ Mit dem Outfit könne sie sowohl ihre Figur zeigen, als auch später bei den Maschseepartys auf dem Tisch tanzen.

Melissa Bentz sieht sich selbst als experimentierfreudig – das findet Luisa Verfürth großartig. Quelle: Samantha Franson

Leger und trotzdem stylisch findet die Modeexpertin auch den Look des 19-jährigen Veit Blumensaat aus Stadthagen. „Ich stehe total auf weiße Tennissocken – offensiv Socke zu tragen, ist gerade sehr im Trend“, sagt Verfürth. Die kurze Hose habe eher einen edlen Tuch, das rote T-Shirt, die Jeansjacke und die Sneaker seinen hingegen sportlich. „Das ist einfach einhundert Prozent Style, so ein bisschen Berlin-Look“, sagt Verfürth. Eigentlich achte er gar nicht darauf, was er aus dem Schrank ziehe, sagt Blumensaat. „Beim Einkaufen suche ich mir schon bewusst Sachen aus, aber sonst mache ich mit keine Gedanken.“

Veit Blumensaat macht sich keine großen Gedanken über das Outfit. „Hundert Prozent Style“, urteilt die Modeexpertin. Quelle: Samantha Franson

Viele Gedanken macht sich hingegen Ramona Reichert aus der Oststadt. „Ich arbeite bei einer Versicherung und muss schon für die Kunden gut aussehen“, sagt die 32-Jährige. „Das mache ich aber auch gern.“ Ihren eleganten Stil unterstreicht sie heute mit einem schwarz-weißen Jumpsuit, der am Rücken einen Ausschnitt hat. „Man sieht, dass sie sich wohlfühlt“, sagt Verfürth. „Ein Jumpsuit ist für mich ohnehin das perfekte Kleidungsstück.“ Damit sähen Frauen immer elegant und sexy aus und seinen gleichzeitig lässig und bequem angezogen. „Ich nenne die immer den Haute-Couture-Blaumann“, sagt Verfürth lachend.

Jumpsuit geht immer: Ramona Reichert kommt bequem und schick daher. Quelle: Samantha Franson

Modisch nach Frankreich, Italien oder Monaco passt laut Luisa Verfürth die 29-jährige Fiona Temps. Sie trägt eine grüne gemusterte Seidenhose, eine weiße Bluse und auffälligen Schmuck. „Daran, wie sie die Bluse gebunden hat, sieht man, dass sie ein Händchen für Mode hat“, kommentiert die Modeexpertin. Im Job habe sie immer nur Bluse und Blazer an, sagt Temps, die in der List wohnt. „Darum macht es mir Spaß, mich in der Freizeit etwas mehr zu stylen.“

Fiona Temps würde mit ihrem Look auch in Italien gut ankommen. Quelle: Samantha Franson

Genau das Gegenteil ist bei Lara-Joy Goldau aus der Oststadt der Fall. Die 32-Jährige ist Model und beschäftigt sich somit beruflich viel mit Mode. Obwohl sie heute eher leger unterwegs ist, fiel sie Verfürth sofort auf. „Der bunte gehäkelte Pulli und der lange beige Rock verkörpern total den Ibiza-Look“, sagt die Modejournalistin. „Der Hingucker liegt total auf dem Oberteil und das reicht auch.“

Der Pullover von Model Lara-Joy Goldau ist der „absolute Hingucker“, sagt Luisa Verfürth. Quelle: Samantha Franson

Ihr Highlight des modischen Streifzugs entdeckt Verfürth kurz vor dem Nordufer. Johanna Günes trägt ein rosanes Kleid mit langen Ärmeln, dazu eine beige Tasche und offene Schuhe im gleichen Farbton – alles von bekannten Designern. „Als Modejournalistin geht mir da das Herz auf“, schwärmt Verfürth. „Alles ist einfach der Wahnsinn.“ Das weit geschnittene Kleid unterstreiche die Zierlichkeit der 49-jährigen Günes aus Stelingen. Ihr Haarschnitt – ein Bob – gebe dem Look eine perfekte Abrundung. „Ich bin gern mal experimentell und immer schick unterwegs“, sagt Günes selbst zu ihrem Outfit.

Johanna Günes trägt das Lieblingsoutfit der Expertin an diesem Abend. Quelle: Samantha Franson

Und wie ist der Gesamteindruck? „Viele Maschseefestbesucher sind eher leger unterwegs“, sagt Verfürth. „Viele wollen schlendern und mit Freunden ein Bier trinken – da bevorzugen sie den Jeans-und-T-Shirt-Look.“ Gerade auf Partys oder in den Restaurants gehe es aber auch ums Sehen und Gesehen werden. „Da machen sich einige auch schick.“

Die Modeexpertin findet vor allem wichtig, dass sich die Leute ausprobieren. „Umso bunter, umso toller“, sagt sie. Für das Maschseefest müssten Besucher aber auch praktisch denken. „High Heels sind eher ungeeignet, weil man viel Strecke machen muss“, sagt Verfürth. Außerdem rate sie zum „MacGyver-Style“: schick, interessant und trotzdem praktisch.

Von Lisa Neugebauer

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