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Aus der Stadt Mord am Stellwerk aufgeklärt: 36-Jähriger angeklagt
Hannover Aus der Stadt

Mord am Stellwerk aufgeklärt: 36-Jähriger angeklagt

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06:10 09.05.2019
Die Tat ereignete sich am 10. November 2018 in der Nähe des hannoverschen Hauptbahnhofs.
Die Tat ereignete sich am 10. November 2018 in der Nähe des hannoverschen Hauptbahnhofs. Quelle: Heidrich
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Hannover

Der Staatsanwaltschaft und der Polizei ist es gelungen, den Mord an einem 39-Jährigen im November 2018 in der Nähe des hannoverschen Hauptbahnhofs aufzuklären. Angeklagt ist ein 36-Jähriger, der im Streit an der Drogenhilfestation Stellwerk seinem Kontrahenten tödliche Stichverletzungen zugefügt haben soll. Das Opfer hatte bei dem Angriff massiv Blut verloren und war später im Krankenhaus verstorben. Warum die beiden Männer in Streit geraten waren, ist weiterhin unklar.

Zunächst falscher Mann verdächtigt

Eine Woche nach der Bluttat hatten die Ermittler zunächst einen 27-jährigen Mann unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er kam in Untersuchungshaft, musste aber Mitte Februar wieder frei gelassen werden, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Gleichzeitig suchte die Kripo damals noch nach einem wichtigen Zeugen, von dem sie sich Aufschluss über das Geschehen am Stellwerk erhofften.

Stand Täter unter Drogen?

Die Aussagen dieses Zeugen haben jetzt offenbar auch zur Aufklärung des Verbrechens geführt. Unklar ist, ob der Angeschuldigte, der ebenfalls aus dem Drogenmilieu stammen soll, während der Tat unter dem Einfluss von Alkohol- und Rauschmitteln gestanden hat und wie sich das möglicherweise auf seine Schuldfähigkeit auswirken könnte. Wann das Verfahren gegen den mutmaßlichen Messerstecher eröffnet wird, ist derzeit noch offen.

CDU forderte Konsequenzen

Die CDU hatte nach dem Vorfall Konsequenzen gefordert, um der, aus Sicht der Partei, zunehmenden Gewalt rund um den Hauptbahnhof entgegen zu treten. Stadt, Polizei, Deutsche Bahn, Ausländerbehörde, Diakonie und die Wohlfahrtsverbände müssten sich gemeinsam an einen Tisch setzten, hatte ein Sprecher der Partei gefordert.

Von Tobias Morchner