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Aus der Stadt Ab Dezember: Nur noch drei Wertstoffhöfe nehmen Altgeräte an
Hannover Aus der Stadt Ab Dezember: Nur noch drei Wertstoffhöfe nehmen Altgeräte an
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00:19 22.11.2018
Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz mit Elektroschrott. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Bürger, die ihren alten Kühlschrank oder die Waschmaschine oder andere Elektrogroßgeräte entsorgen wollen, müssen ab dem 1. Dezember weitere Wege in Kauf nehmen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha nimmt ab dem nächsten Monat Elektrogroßgeräte nur noch auf den drei Deponien und auf drei Wertstoffhöfen an. Möglich ist die kostenlose Entsorgung dann nur noch auf den Deponien Hannover-Lahe, Burgdorf und Wunstorf-Kolenfeld. Folgende Wertstoffhöfe nehmen künftig Elektrogroßgeräte an: Schörlingstraße (Hannover-Linden), Wedemark-Bissendorf und Sehnde.

Grund dafür ist die Änderung gesetzlicher Vorgaben, die die Aufstellung zusätzlicher Container auf den Wertstoffhöfen nötig macht. Bisher reichten sechs Container auf jedem Wertstoffhof aus, das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz sieht aber eine zusätzliche Differenzierung bei der Abfallsammlung vor. Deshalb muss der Abfallwirtschaftsbetrieb an den Sammelstellen jeweils zehn Container aufstelle. Weil dafür jedoch auf den meisten Höfen zuwenig Platz ist, gebe es für den Abfallwirtschaftsbetrieb keine andere Möglichkeit, als den Service einzuschränken.

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Änderungen gibt es ab dem 1. Dezember auch bei der Sperrmüllabfuhr. Dann wird kein Sperrmüll mehr mitgenommen, der Elektroteile enthält wie zum Beispiel Schränke mit integrierter Beleuchtung oder elektronisch verstellbare Lattenroste. Entweder die Bürger bauten die elektronischen Bauteile vor der Sperrmüllabholung aus oder sie entrichteten die schon bisher übliche Gebühr für die Abholung von Elektrogroßgeräten in Höhe von 17,80 Euro, sagte der Leiter der Abfall- und Wertstoffsammlung von Aha, Maik Renneberg. Möbel mit elektronischen Bauteilen dürften von den Aha-Mitarbeitern nicht mehr mitgenommen werden, betonte Renneberg.

Also Elektrogroßgeräte gelten unter anderem Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde, Möbel und Möbelteile mit nicht ausbaubarer Elektronik und große Elektrowerkzeuge. Dagegen können Elektro-Kleingeräte (alle äußeren Geräte-Abmessungen müssen kleiner als 50 Zentimeter sein), Fernsehgeräte und Monitore in jeder Größe sowie Kleidung und Schuhe mit Elektronik weiterhin auf allen Werkstoffhöfen abgegeben werden.

Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz beklagte, dass die Rücknahmepflicht von Elektrogeräten durch die Hersteller in der Region Hannover nicht besonders gut funktioniere. Das liege an den guten Konditionen von Aha. Wenn ein Kunde sich ein Altgerät vom Händler abholen lasse, werde oft eine Transportpauschale fällig. Daher entschieden sich die Kunden häufig für die Entsorgung bei Aha.

Von Mathias Klein