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Aus der Stadt Anstieg um 11,4 Prozent: Entscheidung über Müllgebühren verschoben
Hannover Aus der Stadt

Müllgebühren in Hannover: Entscheidung verschoben

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09:30 22.11.2019
Am kräftigsten steigen die Preise bei der Sackabfuhr im Umland. Quelle: Daniel Junker
Hannover

Eigentlich drängt die Zeit, aber der Abfallwirtschaftsausschuss der Region hat am Donnerstag die Entscheidung über den geplanten Anstieg der Müllgebühren verschoben. Jetzt müssen die Politiker in der Sitzung im Dezember auf jeden Fall dem Anstieg um durchschnittlich 11,4 Prozent zustimmen. Denn die neuen Gebühren sollen zum 1. Januar kommenden Jahres gelten, ohne Beschluss kann der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha keine Gebühren kassieren.

Kritik an Aha-Geschäftsführer

In der Sitzung gab es Kritik von den Grünen, der FDP und auch der SPD, dass Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz im Sommer die drei Oberbürgermeisterkandidaten von Grünen, CDU und SPD über Pläne zur Gebührenerhöhung informiert hatte. Damals war vorgesehen, dass vor allem die Bewohner von Mehrfamilienhäusern deutlich stärker belastet werden. Die Oberbürgermeisterkandidaten hatten die Pläne abgelehnt. „Es ist ein Armutszeugnis, dass erst die Oberbürgermeisterkandidaten informiert werden“, sagte Fabian Peters von den Grünen.

Später erarbeitete Aha dann ein neues Gebührenmodell. Wie berichtet, sollen die Müllgebühren im kommenden Jahr kräftig steigen – und zwar um durchschnittlich 11,4 Prozent. Besonders teuer wird es für die Nutzer von Restmüllsäcken im Umland: Sie müssen vom 1. Januar an teilweise doppelt so viel zahlen wie bisher.

Gestiegene Personalkosten, sinkende Erlöse

Grund für die Anhebung der Gebühren sind laut Abfallwirtschaftsbetrieb Aha gestiegene Personalkosten (plus 5,9 Millionen Euro) und sinkende Wertstofferlöse, vor allem beim Altpapier (insgesamt minus 3,7 Millionen Euro). Der für Abfall zuständige Regionsausschuss will am Donnerstag kommender Woche über die Pläne diskutieren, die Regionsversammlung soll in der Sitzung am 17. Dezember zustimmen. Die neue Gebührenordnung soll zu Beginn des neuen Jahres in Kraft treten und dann drei Jahre lang gelten.

Die Benutzer von Restabfallsäcken stopfen deutlich mehr Müll in ihre Säcke als andere Bewohner der Region in ihre Tonnen, deshalb sollen sie künftig auch mehr zahlen – so argumentiert Aha. Das Unternehmen beruft sich dabei auf rund 3500 Stichproben, die in der ganzen Region genommen wurden. Dabei wurden das Volumen und das dazugehörige Gewicht in Tonnen und Säcken ermittelt.

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Von Mathias Klein

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