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Aus der Stadt Müllgebühren: Aha verschickt Bescheide – und rechnet mit Kundenansturm
Hannover Aus der Stadt

Müllgebühren in Region Hannover: Aha rechnet mit Kundenansturm

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07:00 09.01.2020
Seit dem 1. Januar ist die Müllabfuhr in der Region Hannover teurer. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Für Haus- und Wohnungsbesitzer wird in den nächsten Tagen unangenehme Post im Briefkasten liegen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha versendet derzeit die neuen Gebührenbescheide. Durchschnittlich steigen die Müllgebühren, die seit 1. Januar gelten, um 11,4 Prozent, für manchen Haus- und Wohnungsbesitzer wird es noch deutlich teurer.

Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz rechnet für die kommenden Tage und Wochen mit einem deutlich stärkeren Andrang bei der Telefonhotline des Unternehmens. Er vermutet, dass viele Anrufer sich über die jetzt mögliche Verringerung des Müllvolumens von 10 auf 5 Liter pro Person und Woche informieren wollen. Dadurch können auch die Gebühren in einzelnen Fällen um bis zu 46 Prozent gesenkt werden.

Bürger müssen Müllreduzierung in Antrag begründen

Weil die Regionspolitik die neue Gebührenordnung erst recht kurzfristig in der zweiten Dezemberhälfte beschlossen hat, gibt Aha den Bürgern noch bis zum 29. Februar Zeit, sich für eine mögliche Reduzierung der Müllmenge zu entscheiden.

Wer sein Müllvolumen verringern will, muss allerdings in dem dafür vorgesehen Antrag begründen, wie er das erreichen will. „Wir wollen, dass die Menschen sich auch Gedanken machen, wie sie das hinbekommen können“, erläutert Maik Renneberg, der bei Aha für die Müllabfuhr zuständig ist. Renneberg hat die Befürchtung, dass einige Bürger ihren Müll künftig anders entsorgen als in Sack oder Tonne, „zum Beispiel in öffentlichen Papierkörben oder auch am Straßenrand, um ein paar Cent Gebühren zu sparen“.

Ein vergleichbares Mindestvolumen wie jetzt mit fünf Litern in der Region Hannover gebe es nirgendwo anders, betont Schwarz. Er rechnet damit, dass rund die Hälfte der Nutzer von Abfallsäcken im Umland eine Reduzierung der wöchentlichen Müllmenge beantragt. Bei den Nutzern der Tonne werde der Wunsch einer Reduzierung nicht allzu ausgeprägt sein, meint Schwarz.

Reduzierung des Müllvolumens kostet Gebühr

Wer sein Müllvolumen reduziert, muss eine einmalige Gebühr in Höhe von 14,93 Euro bei der Sackabfuhr und in Höhe von mindestens 24,42 Euro bei der Tonnenabfuhr zahlen. Sacknutzer, die mit der Volumenreduzierung von Sack auf Tonne wechseln, zahlen keine Gebühr für den Tausch. In den ersten Tagen des neuen Jahres haben sich bereits fast 500 Anrufer über eine Reduzierung des Müllvolumens informiert. Auch im Kundenzentrum von Aha im Üstra-Kundenzentrum hatten sich in den ersten Tagen des neuen Jahres zeitweise längere Schlangen gebildet.

Kunden, die Fragen zu den neuen Gebühren oder der Reduzierung des Müllvolumens haben, rät Renneberg, möglichst nicht montagvormittags anzurufen, erfahrungsgemäß ist der Andrang bei der Hotline von Aha in diesem Zeitraum am größten. Im Laufe der Woche nehme die Zahl der Anrufer immer weiter ab, berichtet er. Freitagnachmittags, dann ist die Telefonnummern bis 15 Uhr freigeschaltet, verzeichnet Aha die wenigsten Anrufer.

Die kostenlose Gebührenhotline (0800) 9991020 ist montags bis donnerstags von 7 bis 16.30 Uhr und Freitags von 7 bis 15 Uhr zu erreichen. Per Mail sind die Mitarbeiter unter service@aha-region.de zu erreichen.

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Von Mathias Klein

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