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Aus der Stadt Volles Haus beim Kinderfest
Hannover Aus der Stadt Volles Haus beim Kinderfest
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15:49 24.02.2019
Mara und Mats, beide 5, als Monarchenpaar. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Ein Schloss ist manchmal überraschend günstig zu haben, Pattensens Marienburg etwa sollte neulich für einen lumpigen Euro über den Tisch gehen. So viel kostete am Sonntag „pro Nase“, wie es im Programm hieß, schon der Eintritt fürs Kinderfest im Museum August Kestner. Bei diesem Preisverfall kann es sich lohnen, rechtzeitig über den späteren Beruf nachzudenken. König und Königin wäre eine Perspektive, wenn standesgemäße Immobilien mit Zinnchen und Türmchen so billig bleiben.

Mara und Mats, beide fünf Jahre alt, ließen sich jedenfalls als Monarchenpaar vor blauem Stoff fotografieren. Der Thron war zwar nur aus rotem Plastik, aber das machte nichts. Im rosa Kleid und mit Diadem strahlte Mara, Mats setzte sich die Krone auf und behauptete nach dem Foto frech, „ich bin größer“. Was aber an der Krone gelegen haben könnte. Die beiden kennen sich bereits sehr lange, erzählten die Eltern, was bedeutete: seit ungefähr fünf Jahren. Hätte man den Kindern angeboten, für bloß einen Euro dieses Schloss zu kaufen, die beiden Fünfjährigen hätten vielleicht rasch zusammengelegt und zugeschlagen.

Das Kinderfest 2019 im Museum August Kestner

Das Motto bei August Kestner: „Ein Fest fast wie bei Hofe“

„Ein Fest fast wie bei Hofe“ lautete am Sonntag das Motto im gut besuchten Museum. Viele kleine Mädchen in rosa und roten Kleidern waren gekommen, gendermäßig hätte es für Interessierte einiges zu besprechen gegeben. Es gab einen Kostümverleih mit Selfie-Station, womit ein schlichter Spiegel gemeint war. Unter Vitrinen, die etruskische und römische Kultur ausstellen, bastelten Jungen und Mädchen an einer langen Tafel „verrücktes Kopfgeschmücke“.

Zur Eröffnung des Festes erklärte Hannovers Museumsdirektor Thomas Schwark: „Hof heißt, beim König zu Hause, da lässt man es sich gut gehen.“ Tanzen gehört dazu. Manfred Büsing versammelte deshalb Mädchen und Jungen, aus Lautsprechern waren seltsame und in manchen Ohren wohl steinalt anmutende Töne zu hören, „höfische Musik, bisschen langweilig“, erklärte Büsing. Geübt wurde trotzdem. An der Hand ihrer Eltern, meist waren es Mütter, gingen Kinder zwei Schritte vorwärts, zwei Schritte zurück, man stellte sich in einer Reihe auf und guckte, was Büsing in historischem Kostüm und seiner Rolle als „Alfredo“ vorne auf der Bühne launig vormachte.

Mitarbeiter des Museums halfen am Sonntag beim Fest. Ebenfalls in Kostümen. Meike Hilbeck ist gerade im freiwilligen sozialen Jahr vor Ort und trug ein Kleid, das für den normalen Alltag nicht taugt. Sie hat es selbst geschneidert, auf dem Kopf trägt sie dazu ein kleines Geweih. „Reh-Mädchen“ nennt sie das Ensemble. „Wir schön“, staunte eine ältere Besucherin. Aber mehr konnte Meike Hilbeck nicht mehr erzählen, sie musste den nächsten kleinen Gästen in die eigenen Verkleidungen helfen.

Von Gunnar Menkens

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