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Aus der Stadt Mutter schmuggelt für Sohn Drogen in JVA
Hannover Aus der Stadt Mutter schmuggelt für Sohn Drogen in JVA
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00:16 25.01.2019
Die Mutter kam am Amtsgericht mit einem blauen Auge davon. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Eine Mutter, die für ihren Sohn Drogen in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hannover schmuggelte, ist am Amtsgericht mit einem blauen Auge davongekommen. Richter Olaf Wöltje stellte das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße von 300 Euro ein – ein Betrag, der die von Grundsicherung lebende 58-Jährige durchaus schmerzt. Das Gericht hatte ein Einsehen, weil die Mutter von drei erwachsenen Kindern ihre Tat unter Tränen einräumte, bislang noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und ihrem Sohn lediglich 1,71 Gramm Marihuana zuschanzen wollte.

Der Vorfall ereignete sich am 28. April 2018 in der JVA an der Schulenburger Landstraße. Die in Hildesheim lebende Mutter besuchte ihren Sohn, der wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt worden ist. Während sich die beiden gegenüber saßen, steckte die Frau das Marihuana in eine Snacktüte und schob sie ihrem Sohn über den Tisch; dieser steckte sich den Stoff einen Moment später in den Mund, um ihn dort zu bunkern. Allerdings beobachteten zwei Justizwachtmeister den Vorgang, so dass die Droge nicht lange im Besitz des Häftlings blieb.

„Das war wirklich eine dumme Sache, ich habe so etwas noch nie gemacht“, schluchzte die Mutter. Besorgt habe sie sich den Stoff am Hauptbahnhof in Hildesheim, dort habe sie einen ihr unbekannten Mann angesprochen. Richter Wöltje wies darauf hin, dass Verfahren um Drogenhandel im Gefängnis gewöhnlich nicht mit einer Einstellung enden, er in diesem Fall aber ein Einsehen habe – was die Staatsanwältin ähnlich sah. Und auch Verteidiger Sebastian Ballauf kam der 58-Jährigen ein Stück entgegen. Weil die Angeklagte meinte, eine Ratenzahlung von monatlich 50 Euro zusätzlich zu der Ratenzahlung für ihren Anwalt nicht leisten zu können, erklärte sich dieser bereit, ihr sein Honorar so lange zu stunden, bis sie die Geldstrafe abbezahlt hat.

Von Michael Zgoll

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