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Aus der Stadt Nach Attacke auf Wettbüro: Große Drogenkontrolle am Steintor
Hannover Aus der Stadt

Nach Attacke auf Wettbüro in Hannover: Polizei-Drogenkontrolle am Steintor

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17:00 29.11.2019
Rund 30 Vermummte hatten Anfang November dieses Wettbüro an der Steintorstraße überfallen. Nach HAZ-Informationen könnte es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu gehandelt haben. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die Polizei Hannover hat nach der Schlägerei in einem Wettbüro im Steintorviertel eine schwerpunktartige Drogenkontrolle durchgeführt. Das Ergebnis ist allerdings durchwachsen ausgefallen: Zwar wurden 40 Menschen durchsucht, allerdings bei lediglich zwei von ihnen auch wirklich Rauschgift entdeckt. Hinzu kamen gefährlich eingestufte, aber nicht verbotene Gegenstände.

Lesen Sie auch: Streit im Drogenmilieu? 30 Vermummte stürmen Wettbüro

Die Polizisten durchsuchten das Wettbüro „Bet 3000“ an der Steintorstraße am Donnerstagnachmittag, das Lokal war Anfang November das Ziel einer Attacke von rund 30 Schlägern. „Die Einsatzkräfte haben alle Personen kontrolliert, die sich im Wettbüro aufhielten“, sagt Behördensprecher Phlipp Hasse. Des weiteren überprüften die Ermittler die Personalien von Personen rund um den Marstall, am Ende waren es 55 Menschen. Hasse: „40 von ihnen wurden durchsucht.“

Vermummte überfallen Wettbüro

Das Wettbüro wird seitens der Ermittler nach HAZ-Informationen als Treffpunkt für Dealer eingestuft, regelmäßig führt die Polizei dort daher Kontrollen durch. Am 2. November stürmten wiederum rund 30 Vermummte das Geschäft und attackierten die Anwesenden unter anderem mit Schlagstöcken. Die Ermittler gehen von einem Streit im Drogenmilieu aus.

Umso ernüchternder war die Bilanz nach der jetzigen Kontrolle: Die Polizei entdeckte im Wettbüro lediglich ein Paar Schlagschutzhandschuhe und ein Küchenmesser, die laut Hasse in dem Moment „gefahrenabwehrrechtlich sichergestellt wurden“. Da sie allerdings nach dem Waffengesetz keine verbotenen Gegenstände darstellen, sollen sie alsbald zurückgegeben werden. Drogen seien bei „Bet 3000“ nicht gefunden worden.

Etwas Kokain und Marihuana entdeckt

Stattdessen entdeckten die Polizisten geringe Drogenmengen bei zwei Männern auf den Straßen rund um den Marstall. Ein 20-Jähriger hatte etwas Kokain bei sich, ein 41-Jähriger ein wenig Marihuana. Beide werden daher nicht als Dealer, sondern eher als Konsumenten eingestuft. „Wir ermitteln wegen allgemeiner Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz“, sagt Hasse. An den Schwerpunktkontrollen im Viertel soll aber festgehalten werden: „Wir werden sie auch künftig durchführen.“

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