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Aus der Stadt Nach Festnahme eines Ex-Jugendtrainers: TuS Wettbergen lässt sich Führungszeugnis zeigen
Hannover Aus der Stadt

Nach Festnahme eines Ex-Jugendtrainers: TuS Wettbergen lässt sich Führungszeugnis zeigen

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12:47 12.07.2019
Andreas W. erzählte gerne, er sei Fußballprofi in Schweinfurt gewesen – doch dort kann sich niemand an ihn erinnern. Quelle: privat
Hannover

Andreas W., der ehemalige Leiter einer Fußball-AG an der Marie-Curie-Schule in Ronnenberg, sitzt wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen seit rund zwei Wochen in Untersuchungshaft. Sechs der insgesamt acht Taten, die ihm zur Last gelegt werden, hat er gestanden. Jetzt hat auch einer der Fußballvereine, bei denen der 51-Jährige in der Vergangenheit tätig war, erste Konsequenzen gezogen.

Verein verlangt polizeiliches Führungszeugnis

Die TuS Wettbergen will sich künftig von allen Trainern im Jugendbereich, die nicht aus dem eigenen Verein stammen, ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen lassen. „Der Vorstand hat sich getroffen und diesen Entschluss gefasst“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Neumann der HAZ. Andreas W. war in Wettbergen von 2001 bis 2003 Trainer der B-Jugend. In der Saison 2009/2010 betreute er die A-Jugend des Vereins. Derzeit ist es auch Gegenstand der Ermittlungen der hannoverschen Staatsanwaltschaft, ob es in diesen Jahren sexuelle Übergriffe bei der TuS Wettbergen gegeben hat.

TuS Seelze berät am Montag über Konsequenzen

Auch beim TuS Seelze, dem zweiten Verein, bei dem der Verdächtige als Trainer tätig war, will man über Konsequenzen aus dem Fall diskutieren. „Wir setzen uns am Montagabend zusammen, um über dieses Thema zu sprechen“, sagt die Vorsitzende Sonja Gakis. Ob es möglicherweise in Seelze sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch den 51-Jährigen gegeben hat, überprüft die hannoversche Staatsanwaltschaft ebenfalls.

Hat Andreas W. angebliche Profikarriere nur erfunden?

Für seine Masche, seine Opfer in ein Hotel in Hannover-Bornum zu locken – angeblich, um sie dort medizinisch zu untersuchen, um so ihre Leistungen für eine spätere Karriere in der Bundesliga besser fördern zu können –, hat sich W. offenbar eine Legende aufgebaut. Er soll regelmäßig davon erzählt haben, er sei früher Fußballprofi gewesen und habe für Schweinfurt 05 in der 2. Fußball-Bundesliga gespielt. Eine schwere Verletzung habe dann zum Ende seiner Karriere geführt. Das berichten unter anderem Spieler aus Wettbergen. Doch bei dem betreffenden Club in Unterfranken, dessen Mannschaft heute in der bayerischen Regionalliga spielt, kennt den 51-Jährigen niemand. „Ich war schon beim Verein, als wir noch 2. Liga gespielt haben, kenne alle aus den Mannschaften – der Name Andreas W. ist mit noch nie untergekommen“, sagt Petra Endres von Schweinfurt 05 der HAZ. Auch in den zahlreichen Fußballdatenbanken im Internet ist kein Eintrag zu Andreas W. zu finden.

Von Ingo Rodriguez und Tobias Morchner

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