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Aus der Stadt Verkehrswacht Hannover fordert Tempolimit auf Autobahnen
Hannover Aus der Stadt Verkehrswacht Hannover fordert Tempolimit auf Autobahnen
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00:20 20.07.2018
Am Dienstag hat ein polnischer Trucker ein Stauende auf der A 2 bei Langenhagen übersehen und prallte ins Heck eines anderen Lkw. Der 45-Jährige wurde schwer verletzt in seiner Kabine eingeklemmt. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Auf den Autobahnen in der Region kommt es immer häufiger zu schweren Unfällen. 2018 starben bereits elf Menschen, im gesamten Vorjahr lag die Zahl der Toten bei lediglich acht. Erst am Dienstag gab es wieder einen schweren Lkw-Unfall mit fünf Verletzten. Angesichts dieser Entwicklung schlagen die Feuerwehren entlang der A2 nun Alarm: „Die Belastung gerade in den Sommerferien steigt merklich“, sagt Garbsens Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker. Die Verkehrswacht Hannover fordert ein festes Tempolimit auf den Autobahnen rund um die Landeshauptstadt. „Eine klare Geschwindigkeitsregelung muss her“, sagt der Vorsitzende Fritz Henze. Außerdem dürfen Assistenzsysteme in Lkw nicht mehr abschaltbar sein.

Bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Langenhagen sind mehrere Lastwagen aufeinander gefahren. Ein Fahrer wurde dabei schwer verletzt.

Laut Jörg Posenauer, Stadtbrandmeister in Lehrte, bewegen sich die Autobahnen in seinem Zuständigkeitsbereich „auf einem hohen Niveau“. Im Jahr müssen die Ehrenamtler durchschnittlich 25 bis 30 Mal auf die Autobahn ausrücken. Bereits im Januar gab es ein Schreiben aus Hämelerwald, in dem stand, die dortigen Retter kämen an ihre Belastungsgrenze. Auch in Langenhagen, wo die Freiwillige Feuerwehr für die A 352 zuständig ist, beobachtet Stadtbrandmeister Arne Boy, dass die Unfallzahlen seit zehn Jahren „stetig steigen“ und die Kollisionen „immer schwerer ablaufen“. Die Berufsfeuerwehr Hannover schlägt daher vor, dass sich der Bund „mit einem Teil der Mauteinnahmen an der Beschaffung von Technik und Gerät beteiligt“, sagt Sprecher Mirko Weber. Die adäquate Hilfe auf den Autobahnen sei durchaus mit Anstrengungen verbunden, „vor allem finanzieller Art“, so Weber.

Laut Polizei Hannover gab es auf der A 2 zwischen Januar und Mai mit 766 Unfällen zwar weniger als im Vorjahreszeitraum (842), „die Schwere hat aber zugenommen“, sagt Sprecher Philipp Hasse. So übersah am Dienstag der 45-jährige Lkw-Fahrer aus Polen ein Stauende und prallte ins Heck eines weiteren Lastwagens. Insgesamt wurden fünf Laster zusammengeschoben und alle Fahrer verletzt. Die Feuerwehr benötigte 30 Minuten, um den Unfallfahrer aus seiner deformierten Kabine zu befreien. Die A 2 Richtung Dortmund musste zeitweise gesperrt werden, erst am Abend war die Strecke wieder frei befahrbar.

Maximal 100 bis 130 km/h

„Die Feuerwehren haben vollkommen recht, wenn sie sagen, dass sie teilweise an Grenzen stoßen“, sagt der Verkehrswacht-Vorsitzende Henze. Gerade auf der A 2 sei das Verkehrsaufkommen enorm. Die Lkw rollen zeitweise auf zwei der drei Spuren, dann kommen noch die Autos dazu. „Die werden schließlich auch nicht weniger.“ Täglich nutzen bis zu 130.000 Fahrzeuge die Autobahnen der Region – Tendenz steigend. Die vielen Anschlussstellen machen vor allem die A 2 zu einer Risikostrecke. „Wir brauchen daher ein durchweg gleichbleibendes Tempolimit, anstatt ständig unterschiedliche Abschnitte“, sagt Henze. Nach seiner Ansicht solle das feste Limit zwischen 100 und 130 Stundenkilometern liegen.

Gleichzeitig fordert Henze, dass die seit 2013 vorgeschriebenen Abstands- und Bremsassistenten in Lkw nicht abschaltbar sind. „Wozu werden die Systeme sonst eingebaut?“, fragt er. Die Polizei kontrolliert regelmäßig die Abstände zwischen den Lkw, allein im Juli registrierten die Beamten etwa 260 Verstöße. „Gerade diese Assistenzsysteme ermöglichen es, in Stausituationen vor Baustellen und bei stockendem Verkehr rechtzeitig reagieren zu können“, sagt Hannovers Polizeivizepräsident Jörg Müller. Das gesetzliche Abschaltverbot kommt jedoch nicht vor 2020. Unmöglich findet das Fritz Henze: „Wir wollen schließlich alle weniger Unfälle und dass die Autobahnen sicherer werden.“

Von Peer Hellerling und Antje Bismark und Gerko Naumann

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