Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Tausende Besucher bei der Nacht der Museen
Hannover Aus der Stadt

Nacht der Museen in Hannover: tausende strömen zur Museumsnacht

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 18.06.2019
Tina Keßler und ihre Freundin Ingrid Maje mahlen Mehl mit der Steinmühle. Quelle: Mathias Klein
Hannover

Ein bisschen peinlich ist es ihr schon. Tina Keßler versucht mit Kräften in das Signalhorn zu blasen, aber bis auf ein Prusten bringt sie keinen Ton heraus. Die 31 Jahre alte Hannoveranerin ist mit ihrer Freundin Ingrid Maje bei der Nacht der Museen am Sonnabend in Hannover.

Bereits zum 21. Mal hatten am Sonnabend die Museen in Hannover am Abend und in der Nacht geöffnet, und jedes mit einem ganz besonderen Programm. Unter anderem ging es in diesem Jahr um 100 Jahre Bauhaus: Die Architektenkammer präsentierte dazu eine Ausstellung der Lavesstiftung, das Museum August Kestner widmete sich dem Zusammenhang zwischen dem Bauhaus und dem Ausdruckstanz; mit tanzenden Holzköpfen und Jazz der Zwanzigerjahre. Das absonderliche Geschehen rund um eine Tischtennisplatte zeigte die Galerie Feinkunst. Und der Zoo präsentierte erstmals das Panorama mit der Urwaldlandschaft. Tausende ließen sich bis nach Mitternacht von dem Angebot locken.

Vor der Museumsnacht einen Plan gemacht

„Wir haben uns vorher einen Plan gemacht, wo wir wann hingehen“, berichtet Keßler. „Und ich wollte mich unbedingt über die Sachsen informieren“, erzählt sie. Und Keßler stellt eine Frage nach der anderen an Ulrich Klages und die anderen Männer und Frauen, die im Innenhof des Landesmuseums über die Sachsen informieren, wie sie rund um das Jahr 700 lebten.

Keßler fragt nicht nur nach den unterschiedlichen Getreidearten, sie will auch selbst ein Gefühl dafür bekommen, wie die Sachsen lebten. So hockt sie sich, ganz wie zu sächsischer Zeit, mit ihrer Freundin Maje auf den Boden, und beide treiben mit jeweils einer Hand die Steinmühle an, die den Dinkel mahlt, bis das Mehl an den Seiten herausrieselt.

Überall gibt es ein besonderes Programm

Die 31-Jährige geht auch sonst regelmäßig ins Museum – an der Musemsnacht gefällt ihr, dass es überall ein Programm gibt. „Das reizt mich“, sagt sie. Besonders freue sie sich auf die Taschenlampenführung in der Kestner-Gesellschaft um Mitternacht. „Solche Sachen gibt es ja sonst nicht.“

Andrea Jauert sitzt mit ihrer Tochter Insa im Sprengel-Museum und hat Papier und Schere in der Hand. Die 45-Jährige und ihre zwölf Jahre alte Tochter begeben sich auf die Spuren von Kurt Schwitters. „Wir versuchen aus dem Vorhandenen etwas Gutes zu machen“, sagt Jauert. Sie gestalten Buttons, für die Details aus Zeitschriften ausgeschnitten werden. Wie zum Beispiel ein Torso und eine Glühlampe.

Insa gefällt es auf den Spuren von Schwitters

Mutter und Tochter kommen aus Magdeburg und sind an diesem Wochenende auf Städtereise in Hannover. „Da trifft es sich mit der Nacht der Museen gut“, sagt Jauert. Wenn die beiden ein Wochenende in eine andere Stadt fahren, steht auch regelmäßig ein Museum auf dem Programm, nicht immer zur Freude der Tochter. Aber auf den Spuren von Schwitters hat es Insa doch gefallen.

Von Mathias Klein

Volles Haus beim ersten Open-Air-Konzert auf der IdeenExpo. Bosse, Sasha und Hagelslag locken knapp 10.000 Besucher auf das Außengelände und die große Freitreppe.

16.06.2019
Aus der Stadt Technikschau für den Nachwuchs - Los geht’s: Die IdeenExpo ist eröffnet

In Hannover haben Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Ministerpräsident Stephan Weil sowie zahlreiche weitere Gäste die IdeenExpo offiziell eröffnet. Zu sehen gibt es viel – vom analogen Supermann bis zu Artistik am Roboter.

16.06.2019

40.000 Fans haben am Freitagabend im Stadion die Achtzigerjahre wieder aufleben lassen, am Sonnabend geht der Brite in seine zweite Runde. Vorab standen viele Fans im Stau.

18.06.2019