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Aus der Stadt Üstra und Regiobus sollen stärker zusammenarbeiten
Hannover Aus der Stadt Üstra und Regiobus sollen stärker zusammenarbeiten
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00:21 24.11.2018
Üstra-Vorstandschef Volkhardt Klöppner und Elke van Zadel. Quelle: Oliver Vosshage
Hannover

Mit einer ungewöhnlichen personellen Konstellation will die Region die beiden Verkehrsunternehmen Üstra und Regiobus eng miteinander verzahnen: Regiobus-Geschäftsführerin Elke van Zadel soll künftig auch zum Vorstand der Üstra gehören. Van Zadel soll in beiden Unternehmen jeweils zur Hälfte arbeiten. Entsprechende Pläne stellten Regionspräsident Hauke Jagau und Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz am Mittwoch in Hannover vor.

Allerdings gibt es bei den Arbeitnehmervertretern im Üstra-Aufsichtsrat derzeit offenbar Widerstand gegen die Personalie. Dort wird befürchtet, mit der Entsendung van Zadels könnte die derzeit starke Stellung des Betriebsrats bei der Üstra zurückgedrängt werden. Es ist ungewöhnlich, dass ein neues Vorstandsmitglied schon vor der Wahl durch den Aufsichtsrat der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Entscheidung des Üstra-Aufsichtsrats ist für den 5. Dezember vorgesehen.

Mit van Zadel als Vorstandsmitglied erhalte die Üstra zusätzliche Verkehrskompetenz und Erfahrung, betonte Regionspräsident Hauke Jagau am Mittwoch. Schwerpunkte der Arbeit van Zadels sollen die Bereiche Technik, Informationstechnologien und Infrastruktur sein. Derzeit hat das Verkehrsunternehmen zwei Vorstände, Vorstandschef Volkhardt Klöppner und Denise Hain, zuständig für Betrieb und Personal.

Van Zadel ist seit Beginn des Jahres Geschäftsführerin bei Regiobus. Bislang ist sie zudem Leiterin des Fachbereichs Verkehr in der Regionsverwaltung. Ihren Vorstandsposten bei der Üstra soll sie am 1. Juli kommenden Jahres antreten.

Ausbau der E-Mobilität im Busverkehr

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit wird zunächst der Ausbau der E-Mobilität beim Busverkehr stehen. Die Üstra will ihre Busflotte innerhalb von fünf Jahren so umbauen, dass im Bereich der Umweltzone in Hannover nur noch Elektrobusse fahren. Dafür will das Unternehmen 48 neue Elektrobusse bestellen, zusätzlich zu den drei bereits vorhandenen. Regiobus benötigt zunächst 10 E-Busse um die drei Sprinterlinen 300, 500 und 700 umzurüsten. Die Ladestationen sollen für beide Unternehmen zugänglich sein.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten sehen Verkehrsdezernent Ulf Birger Franz und Jagau unter anderen in der Personalabteilung. Hier könne die Üstra beispielsweise Aufgaben für Regiobus übernehmen. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei aber trotz der verstärkten Zusammenarbeit nicht vorgesehen. +

Mehr Kooperation, aber keine Fusion

Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen sei nach dem derzeitigen Stand der Dinge weder mittel- noch langfristig geplant, betonte Jagau. Auch Gegen eine Fusion sprechen sowohl Tarif- als auch firmenrechtliche Gründe. Juristisch sehr verzwickt ist auch eine andere Situation: Die Üstra befindet sich ebenso wie die Stadtwerke unter dem Dach einer Holding, der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (VVG), Regiobus könnte dort nicht so einfach eingebunden werden.

Lob bekam van Zadel am Mittwoch auch von der Üstra. Sie sei seit vielen Jahren als „eine hervorragende Expertin des Nahverkehrs in der Region Hannover und bei der Üstra“ bekannt, sagte Unternehmenssprecher Udo Iwannek. Die Zusammenarbeit mit ihr sei „eng, vertrauensvoll und vollkommen reibungslos“, sowohl in ihrer Funktion als Fachbereichsleiterin Verkehr in der Regionsverwaltung als auch als Regiobus-Geschäftsführerin, betonte Iwannek.

Von Mathias Klein

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