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Aus der Stadt Virtuelle Explosion soll Rettungskräfte für Anschläge schulen
Hannover Aus der Stadt Virtuelle Explosion soll Rettungskräfte für Anschläge schulen
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14:38 11.04.2019
Virtuelle Erstversorgung eines leicht verletzten Unfallopfers: Ministerpräsident Stephan Weil testet in der DRK-Rettungsschule die neue Trainingssoftware für Notfallsanitäter. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Eine gewaltige Explosion in einer U-Bahnstation – mit zahlreichen leicht und schwer verletzten Fahrgästen: Notfallsanitäter müssen bei einem Einsatz mit sehr vielen Opfern schnelle Entscheidungen treffen. Welche Verletzungen müssen sofort behandelt werden? Welche Verwundete können vertröstet werden, bis weitere Rettungskräfte kommen? Um solche Szenarien künftig schon in der Ausbildung viel öfter unter realen Bedingungen durchzuspielen, lässt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) jetzt in seiner Rettungsschule in Hannover-Misburg angehende Einsatzkräfte in die virtuelle Welt abtauchen. „Virtual Rescue“ – so heißt die bundesweit bislang einzigartige Trainingssoftware, die der DRK-Landesverband am Donnerstag bei einem Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil vorgestellt hat.

Eine virtuelle Explosion als Training für Notfallsanitäter: Das DRK hat bei einem Besuch des Ministerpräsidenten Stephan Weil die Software „Virtual Rescue“ und weitere Übungsmethoden vorgestellt.

Vibrierende Fernsteuerung simuliert Pulsschlag

„Die neue Technik macht es möglich, ein Terrorszenario oder Fälle mit massenhaft verletzten Personen unbegrenzt zu wiederholen – anders als bei normalen Übungen ohne großen Aufwand: ohne Schauspieler, mit wenig Material und Platzbedarf“, sagte der Schulleiter Ralf Seebode bei der Präsentation. DRK-Helfer hatten in einem Schulungsraum im Schnellverfahren die erforderliche Technik aufgebaut: ein Laptop, eine sogenannte Virtual-Reality-Brille und zwei Controller für die handgesteuerte Fortbewegung und Aktionen. Der Ministerpräsident ließ es sich nicht nehmen, die neue Trainingssoftware selbst zu testen – Erstversorgung eines virtuellen Opfers inbegriffen. „Dieser Verletzte mach einen fitten Eindruck“, sagte Weil, nachdem er über einen vibrierenden Controller in der rechten Hand den Puls gefühlt hatte.

Neue Technik ist nicht nur für Auszubildende

Einen großen fünfstelligen Betrag hat das DRK laut Landesgeschäftsführer Ralf Selbach in die von Spezialisten programmierte Software investiert. Die neue Technik soll auch für Schulungen von Notärzten und Partnern im Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt werden.

Von Ingo Rodriguez

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