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Aus der Stadt Neue Zählung zum Einkaufsbummel: Hannover rückt auf Platz drei
Hannover Aus der Stadt

Neue Zählung: Wieder mehr Passanten in Hannovers City

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00:17 16.06.2019
Auch am Donnerstagnachmittag war die Georgstraße wieder gut besucht: Die Passantenzahlen in der Innenstadt von Hannover haben sich erholt. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Nach jahrelangem Rückgang der Passantenzahlen in Hannovers Innenstadt gibt es jetzt wieder einen Lichtblick. Der neuesten Zählung des Immobilienunternehmens Engel & Völkers zufolge hat die Zahl der Shoppingbummler in der Georg-, der Großen Packhof- und der Karmarschstraße erstmals wieder zugelegt: Statt rund 13.000 im Vorjahr wurden jetzt im Schnitt sonnabends 16.316 Passanten pro Stunde gezählt. Die Menge der Laufkundschaft ist entscheidend für die Umsätze der Händler. Viele alteingesessene Geschäfte in Hannover hatten zuletzt beklagt, dass sie den Rückgang der Besucher in der Kasse merken.

Hannover dienstags sogar auf Platz zwei

Bundesweit platziert sich die Georgstraße (7650 Passanten) in dem Ranking bei der Sonnabendzählung auf Platz drei: Mehr Besucher wurden zeitgleich nur in München (Neuhauser Straße) und Köln (Schildergasse) gezählt. Bei einer weiteren Zählung dienstags verdrängt die Georgstraße (4877 Passanten) Köln sogar auf Platz drei und landet damit auf Platz zwei hinter München. Zum Vergleich: Der nördliche Kurfürstendamm in Berlin kam sonnabends nur auf 3172 Passanten, dienstags sogar nur auf 1730. Etwas mehr Passanten wurden in Berlin nur in der südlichen Tauentzienstraße gemessen.

Passantenzählung mit Laserscanner

Engel & Völkers (E&V) lässt die Passantenzählungen in 55 Straßen in 29 deutschen Städten zeitgleich vornehmen. Gemessen wurde erstmals nicht per Hand und auf breiterer Datenbasis. Ein Laserscanner hat an allen Sonnabenden und Dienstagen im Mai jeweils von 10 bis 20 Uhr Bewegungen ausgewertet, danach wurde ein Stunden-Durchschnittswert gebildet. „Der aus der mehrtägigen Auswertung gebildete Durchschnittswert pro Stunde gewährleistet, dass Einflussfaktoren wie Wetter oder Veranstaltungen die Ergebnisse wie bei den bisherigen Handzählungen nicht überproportional beeinflussen“, sagt Florian Kraul, Chefanalyst bei E&V Commercials in Hamburg.

Erleichterung bei der City-Gemeinschaft: „Vergangene Jahre haben Anlass zu Sorge gegeben“

Bei den Innenstadt-Kaufleuten stößt das Analyseergebnis auf Erleichterung. „Es ist gut, dass die Einkaufsstadt Hannover sich gegen namhafte andere Städte behaupten kann“, sagt Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. „Die vergangenen zwei Jahre haben ernsthaft Anlass zu Sorge gegeben – wir hoffen, dass sich die Passantenzahlen jetzt stabilisieren.“ Im vergangenen Jahr hatten hannoversche Händler die Rückgänge bei den Passantenzahlen auch mit dem extrem heißen Wetter begründet, das Besucher aus allen Innenstädten fernhielt. Allerdings ist der Langfristtrend nicht zu übersehen. 2007 waren bei der E&V-Zählung noch fast 22.000 Besucher in der Innenstadt registriert worden, 2018 waren es etwa 13.000, jetzt erholt sich der Wert offenbar wieder auf gut 16.000 Passanten.

Hannovers Bahnhofstraße diesmal nicht dabei

Vergleichbar sind die Zahlen aber nur begrenzt: Erstmals ist die Bahnhofstraße nicht dabei, dort wären wegen der tiefergelegten Niki-Promenade mehrere Scangeräte nötig gewesen. Eine Messung dort hätte die Zahlen aber eher nach oben getrieben: Die Straße war in mehreren Jahren die am stärksten frequentierte Straße der Fußgängerzone.

Sonnabend ist Haupteinkaufstag

Beim Vergleich aller Messungen bundesweit habe sich gezeigt, dass der Sonnabend weiterhin der Haupteinkaufstag sei, sagt E&V-Manager Kraul. Die Passantenfrequenz sei an dem Tag um 88,4 Prozent höher gewesen als dienstags. Zudem hätten sich an vielen Standorten überdurchschnittliche Frequenzen in den Abendstunden zwischen 18 und 20 Uhr ergeben.

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Von Conrad von Meding

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